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Thema der Woche aus der Region
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Veröffentlicht: Freitag, 13.01.2023 15:13

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Thema diese Woche: Verkehrssituation an der Immermannstraße in Mesum

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Die Immermannstraße liegt in einer Wohnsiedlung. Sie ist keine keine fünf Meter breit und hat nur auf einer Seite einen Gehweg. Gleichzeitig fahren mehr als 60 Busse durch die Straße: Oft zu schnell und ohne die "Rechts-vor-Links-Regel" zu beachten. Dabei kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen, sagt Heinz-Dieter Zanger von der Interessengemeinschaft Immermannstraße. Auch seine Frau und sein Enkel wären vor zwei Jahren fast überfahren worden. Dazu kommen weitere Beinahe-Unfälle und sogar ein Unfall mit einem Kind, das zum Glück nicht verletzt wurde. Überhaupt ist die Straße gerade für Kinder sehr gefährlich: Für viele ist die Immermannstraße der Weg zur Schule oder zur Kita. Was die Mitglieder der Interessengemeinschaft besonders stört dabei: Die Busse, die durch die Immermannstraße fahren sind meistens leer. Heinz-Dieter Zanger hat deshalb schon mehrmals die Polizei und die Stadt Rheine angeschrieben - bisher ohne Erfolg. Für ihn und die Mitglieder der IG Immermannstraße wäre es das Beste, wenn berhaupt keine Busse mehr durch die Wohnsiedlung fahren.

Die Stadt Rheine teilt auf RADIO RST-Nachfrage folgendes mit: "Am 05.12.2023 hat der Stadt der Stadt Rheine ein neues Nahverkehrskonzept beschlossen. Für die Anwohner konnte dadurch insoweit eine Verbesserung erreicht werden, als dass künftig nicht mehr zwei Linien die Immermannstraße befahren, sondern nur noch die Linie C6 hier verlaufen wird. Die Umsetzung wird allerdings noch ein wenig dauern, sie ist für Anfang 2026 geplant. Ziel des Nahverkehrskonzeptes ist insbesondere, Menschen, die nicht oder nur eingeschränkt mobil sind, zu helfen bzw. zu unterstützen, damit sie weiterhin z. B. weiter einkaufen können, Arztbesuche möglich sind und Ihnen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erleichtert wird. Da ein entsprechender Bedarf auch im Bereich der Immermannstraße gegeben ist, wurde folgerichtig durch die Politik beschlossen, diesen Bereich weiter mit Bussen zu versorgen. Insoweit ist der mögliche Hinweis auf einen relativ geringen Auslastungsgrad für diese Entscheidung nicht allein maßgeblich. Die Einschätzung der Verkehrssituation bezieht sich auf die Aspekte der Verkehrssicherheit. Hier ist festzustellen, dass alle Voraussetzungen erfüllt sind, damit Busse auch die Immermannstraße befahren können. Die Fahrbahnbreite wird incl. der beidseitigen Entwässerungsrinnen bemessen, so dass 5,5 m Fahrbahnbreite zur Verfügung stehen und der Begegnungsfall Bus/ Pkw reibungslost möglich ist. Da hier keine Begegnungsverkehre zwischen Bussen stattfinden und zusätzlich die Straße mit einem LKW-Verbot (Z 253) beschildert ist, ist die Immermannstraße für den Busbetrieb geeignet. Bereits durch die Einrichtung einer Tempo 30-Zone ist die Verkehrssicherheit deutlich erhöht. Um die Rechts-vor-Links-Regel hervorzuheben, wurden sogenannte Blockmarkierungen an den Einmündungen Lönsweg und Thomas-Mann-Straße aufgetragen. Unsere Nachfrage bei der Kreispolizeibehörde ergab darüber hinaus, dass die Immermannstraße hinsichtlich von Verkehrsunfällen absolut unauffällig ist, ein im Mai 2023 erfolgter Verkehrsunfall ereignete sich auf Grund einer Missachtung des Rechtfahrgebotes eines Fahrzeugführers auf der Immermannstraße im Bereich der Wolfgang-Borchert-Straße und hängt somit nicht mit einer Missachtung der „rechts-vor-links“-Regelung zusammen."

Die Interessensgemeinschaft Immermannstraße reagiert wiefolgt auf die Stellungnahme der Stadt: "Wir können die Ausführungen der Stadt Rheine in keinster Weise nachvollziehen und auch nicht zustimmen. Unsere Enttäuschung über das Schreiben der Stadt Rheine an RADIO RST ist sehr groß. Wir haben über extrem viele Jahre an die Stadt, Polizei und den Verkehrsträger gewendet, um auf die prekäre Verkehrssituation der Immermannstr. hinzuweisen. Es gab maximal eine 1-2 wöchige Verbesserung. Danach war alles wieder so wie vorher oder unsere Schreiben sind nicht einmal gewürdigt worden. Die Stadt Rheine oder auch der Verkehrsbeirat Mesum wurden mehrfach zu einem Ortstermin eingeladen. Doch niemand hat sich darauf gemeldet."

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