
Ziel ist dabei, möglichst viele Tauben zu sterilisieren und so an der Vermehrung zu hindern. Die Frau füttert die Tauben in den Fangkörben an, weil die Tiere nach Jahren des Fütterns auf sie fixiert sind. Die gefangenen Tauben kommen in einen Taubenschlag und werden operiert, um sie unfruchtbar zu machen. So wird die Zahl in der Stadt nach und nach wieder kleiner. Sind unter den gefangenen Wildtauben beringte Tiere, werden diese den Besitzerinnen und Besitzern übergeben.
Seit Jahren keine Einigung
Der Streit um die Tauben in Emsdetten läuft schon seit Jahren. Die Stimmung war aufgeheizt. Bei der Stadt häuften sich Beschwerden über Taubenkot auf allen Sitzgelegenheiten und Spielgeräten in der Innenstadt. Wegen der rutschigen Exkremente hat es auch Stürze gegeben. Es gab Bedenken, die Tauben würden Krankheiten übertragen.
Überzeugungstäterin machte einfach weiter
Die Stadt hat vieles versucht, um die Taubenfütterin davon abzubringen, überall Vogelfutter zu verteilen. Mehrere Gerichtsurteile und Strafen haben sie viel Geld gekostet – sie streute weiter. Die neue Gemeinschaftsaktion lässt hoffen, dass die Situation sich normalisiert. Vielleicht lohnt sich dann auch ein Frühjahrsputz in der Innenstadt.