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Tafeln rüsten in Corona-Zeiten um
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Symbolbild
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Tafeln rüsten in Corona-Zeiten um

Einige Tafeln in der Region entwickeln zurzeit Ideen, wie sie auch in der Corona-Zeit weiter für die Menschen da sind. Die Tafel in Saerbeck zum Beispiel stellt ihren Kunden fertig gepackte Tüten vor die Haustür. In Greven sammelt eine Initiative Spenden. Von dem Geld bekommen die Tafel-Kunden Lebensmittelgutscheine zum Einkaufen. Auch die Tafeln in Lengerich und Ochtrup denken darüber nach, sich nach Ostern neu zu organisieren. Viele Tafeln sind geschlossen. Die meisten Ehrenamtlichen sind älter und gehören damit zur Corona-Risikogruppe.

Veröffentlicht: Freitag, 03.04.2020 06:03

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In Greven sammelt eine Initiative aus Vertretern der Stadt, des Reckenfelder Bürgervereins und des Vereins "Pluspunkt" Spenden. "Immer wenn 3.000 Euro zusammenkommen, bekommen die Tafel-Kunden Lebensmittelgutscheine zum Einkaufen", sagte eine Sprecherin der Stadt. Für einen Haushalt von drei Personen gibt es beispielsweise einen Gutschein über zehn Euro.

Viele Ausgabestellen in der Region hatten in den letzten Wochen geschlossen. Hauptgrund ist, dass die meisten Ehrenamtlichen ausfallen, weil sie älter sind und damit zur Corona-Risikogruppe gehören. Deshalb hatten zum Beispiel auch die Tafeln in Lengerich und Ochtrup geschlossen. Deren Sprecher sagten uns, dass sie darüber nachdenken, sich nach Ostern neu zu organisieren. Das hänge auch davon ab, ob genügend Lebensmittelspenden und jüngere Freiwillige zusammenkommen. In Emsdetten bedauerte ein Tafelsprecher, dass die Arbeit zurzeit nicht möglich sei. Eine Lösung für die nächsten Wochen gebe es noch nicht.

Die Tafeln der Caritas in Rheine und des Sozialdienstes Katholischer Frauen in Ibbenbüren haben weiter geöffnet. Dort arbeiten zurzeit vor allem jüngere Hauptamtliche und Ehrenamtliche. Auch sie geben fertig gepackte Tüten aus und achten auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand. Eine Sprecherin der Tafel in Ibbenbüren sagte uns: "Zwei Lehrer helfen, die Supermärkte abzufahren. Viele junge Erwachsene unterstützen bei der Ausgabe." Es hätten viel mehr Menschen ihre Hilfe angeboten, als nötig gewesen seien. "Und unsere Kunden sind sehr dankbar."

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