
Damals wohnten knapp 68 Prozent der 8.950 Studierenden im Kreis Steinfurt bei den Eltern – deutlich mehr als im Landesschnitt (44%). Die Gründe sind vielfältig: Ob aus Finanznot oder Liebe zum gewohnten Komfort, geht aus der Statistik nicht hervor. Ebenso wenig, ob die Lage zwischen den Hochschulstandorten Münster und Osnabrück das Zu-Hause-Bleiben begünstigt.
Mehr Männer als Frauen wohnten zu Hause
Zum Zensus-Stichtag Mitte Mai 2022 hatten von insgesamt knapp 616.000 Studierenden in NRW mehr als 267.000 ihren alleinigen Wohnsitz zu Hause. Dabei lag der Anteil bei den Männern mit 45,9% etwas höher als der der Frauen (41%). Mit zunehmendem Alter nimmt das ab.
Uni vor Ort und doch nicht bei den Eltern
Die meisten Studierenden wohnten an großen Hochschulstandorten wie Münster, Bonn, Bochum, Köln, Düsseldorf, Bielefeld, Dortmund, Essen, Wuppertal sowie in den Kreisen Siegen-Wittgenstein, Paderborn und der Städteregion Aachen. Die höchsten Studierendenanteile an der Gesamtbevölkerung hatten Aachen (14,9%) und Münster (10,8%). Münster hatte gleichzeitig den geringsten Anteil ausschließlich zu Hause wohnender Studierender (rund 10%).