
Sie streiken schon in der achten Woche für einen Tarifvertrag Entlastung. Dabei geht es um bessere Arbeitsbedingungen und verbindliche Regeln für mehr Personal.
Chronische Unterbesetzung - nicht erst seit Corona
Konkret geht es um Mindestpersonalbesetzungen im Verhältnis zur Patientenanzahl und um Verfahren zum Ausgleich von Arbeit in Überlastungssituationen. Die Unkliniken sind personell chronisch unterbesetzt und Corona hat die Belastung noch verschärft. Immer mehr Pflegekräfte verlassen den Beruf, weil sie nicht mehr können.
Viele Pflegekräfte bei Angebot nicht berücksichtigt
„Die Streiks könnten noch diese Woche beendet werden, wenn die Arbeitgeber endlich für alle Beschäftigten im Krankenhaus Angebote vorlegen und ernsthaft verhandeln“, heißt es bei ver.di. Bislang hätten die Klinikleitungen jedoch für tausende Beschäftigte außerhalb der „Pflege am Bett“ kein Angebot vorgelegt. Dazu zählen u.a. die Notaufnahmen, die OP-Pflege, die Ambulanzen und auch der Patientenservice.
Offener Brief der Beschäftigten
"Ein Krankenhaus lässt sich nicht aufspalten in Beschäftigte, die es wert sind und welche, die es nicht wert sind gute Arbeitsbedingungen zu haben", heißt es in einem offenen Brief an Ministerpräsident Hendrik Wüst, Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) und Grünen-Landeschefin Mona Neubaur.
Demo ab 11, Kundgebung ab 12 Uhr 30
Die Demo startet um 11:00 Uhr am Streikposten Domagkstraße 14. Dann geht es nach einer Runde über das UKM – Gelände durch die Innenstadt bis zum Prinzipalmarkt. Dort ist für ca. 12:30 Uhr eine Kundgebung geplant, zu der auch Verteter:innen der Münsteraner Ratsfraktionen eingeladen sind.