
Die AfD will bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag stärkste Kraft werden und das spaltet die Gesellschaft in ganz Deutschland. Auch hier bei uns verfolgen viele die Wahl deshalb genau. RADIO RST hat die im Bundestag vertretenen Parteien gefragt, was der Wahlausgang für Deutschland und unsere Region bedeutet. Alle bis auf die Linke haben geantwortet. Scott Ehigiator von der JU im Kreis Steinfurt sagt: Man sollte das nicht klein reden und auch nicht überhöhen.
Für uns im Kreis Steinfurt hat die Wahl in Sachsen-Anhalt erstmal keine direkten Auswirkungen, sagt Ehigiator.
Klar ist: Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt beschäftigt Menschen in ganz Deutschland, denn dort könnte die AfD zum ersten Mal auf Landesebene stärkste Kraft werden. Was in Magdeburg am Sonntag geschieht, bleibt nicht dort, sagt Leon Scheffler von den Jusos im Kreis Steinfurt.
Für Scheffler ist der politische Auftrag klar: Überall für mehr soziale Gerechtigkeit zu sorgen, hält den Extremismus klein.
Dass die AfD am Sonntag die Mehrheit in Sachsen-Anhalt will, ist für Ben Suchy von der Grünen Jugend im Kreis Steinfurt symptomatisch. Er sagt: Diese Wahl wird zeigen, dass es in diesem Land zu lange keine vernünftige Arbeiter-Partei mehr gab. Die soziale Ungerechtigkeit und Perspektivlosigkeit sei mittlerweile so extrem, dass es fast verständlich die Menschen an die Ränder treibe.
Sachsen-Anhalt könnte das erste Bundesland sein, in dem die AfD stärkste Kraft wird.
Die AfD gibt sich vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag siegessicher. Aktuelle Umfragen sehen die Partei zwischen 40 und 43 Prozent. Damit wäre sie stärkste Kraft in Magdeburg. Für AfD-Kreissprecher Florian Elixmann ein klarer Anspruch.
Für Elixmann ist das, was in Sachsen-Anhalt passiert, gleichbedeutend mit dem, was die AfD hier bei uns vorhat.
Am Sonntag zeigt sich, wie stark die AfD im Osten wirklich ist. Schafft sie bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die Mehrheit? RADIO RST-Politik-Experte Klaus Schubert aus Münster erwartet durchaus ein politisches Signal für die Bundesrepublik.
Egal, wie es ausgeht – eine Richtungswahl für Deutschland sieht Schubert nicht. Dafür sei Sachsen-Anhalt mit seinen 1,7 Millionen Wahlberechtigten zu klein. Zum Vergleich: Deutschlandweit sind es 72 Millionen. Auch in Sachsen-Anhalt seien 60% der Wählerinnen und Wähler immer noch Demokraten, die eben nicht rechtsradikal wählen. Und für unsere Region sieht Schubert schonmal gar keine unmittelbaren Konsequenzen.









