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Auf einem Feld fährt eine landwirtschaftliche Maschine bei der Arbeit durch die Anbaufläche. Das Bild steht sinnbildlich für die wirtschaftlichen Herausforderungen vieler Höfe.
© pxhere
Landwirtschaftliche Betriebe stehen durch steigende Energie- und Betriebsmittelkosten zunehmend unter wirtschaftlichem Druck.
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Höfe unter Kostendruck

Steigende Energie- und Düngemittelpreise setzen Höfe in Westfalen-Lippe unter Druck. Der WLV fordert schnelle Entlastungen von der Politik.

Veröffentlicht: Donnerstag, 09.04.2026 10:34

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Landwirtschaft unter Kostendruck

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Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) warnt vor einer zunehmenden wirtschaftlichen Belastung vieler landwirtschaftlicher Betriebe in Westfalen-Lippe. Nach Angaben des Verbands sind vor allem die anhaltend hohen Energiepreise und deutlich gestiegene Düngemittelkosten für die angespannte Lage verantwortlich. Seit Ende Februar haben sich wichtige Düngemittel teilweise um bis zu 45 Prozent verteuert.

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Druck auf die Höfe wächst

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Viele Höfe geraten gleichzeitig auf der Kostenseite und bei den Erlösen unter Druck, heißt es beim WLV. Während Betriebsmittel wie Dünger, Strom und Kraftstoff auf einem historisch hohen Preisniveau verharren, bleiben die Auszahlungspreise für viele landwirtschaftliche Erzeugnisse niedrig. Nach Einschätzung des Verbands gefährdet diese Entwicklung zunehmend die wirtschaftliche Stabilität familiengeführter Betriebe in der Region. WLV-Präsident Hubertus Beringmeier sieht viele Betriebe an der wirtschaftlichen Belastungsgrenze. Höhere Standards, steigende Produktionskosten und sinkende Erlöse ließen sich auf Dauer nicht miteinander vereinbaren. Um die Lebensmittelerzeugung in Westfalen-Lippe langfristig zu sichern, brauche es wirksame Entlastungen und verlässliche politische Rahmenbedingungen.

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WLV fordert schnelle Hilfe von der Politik

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Der Landwirtschaftsverband appelliert an die Politik, kurzfristig wirksame Maßnahmen für die Betriebe auf den Weg zu bringen und zugleich verlässliche Perspektiven für Energie- und Düngemittelpreise zu schaffen. Aus Sicht des WLV gehören dazu insbesondere die Entlastung energieintensiver Produktionsprozesse, vor allem in der Düngemittelherstellung, die sofortige Aussetzung der CO₂-Besteuerung für Kraftstoffe und eine vorübergehende Reduktion der Energiesteuer. Der Verband weist zudem darauf hin, dass die wirtschaftliche Entwicklung nicht nur Folgen für landwirtschaftliche Familienbetriebe hat, sondern mittelfristig auch Auswirkungen auf die Verbraucherpreise haben könnte. Damit gewinnt die aktuelle Kostenentwicklung in der Landwirtschaft zusätzliche Bedeutung für die gesamte Lebensmittelversorgung.

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