Anzeige
Stadt-Bäume sterben Dürre-Tod
© Stadt Ibbenbüren Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Baumchirurgen in Ibbenbüren
Teilen:

Stadt-Bäume sterben Dürre-Tod

In der RADIO RST-Region sind Tausende Stadt- und Straßen-Bäume vom Vertrocknen bedroht. Für einige kommt jede Hilfe zu spät.

Veröffentlicht: Freitag, 28.08.2020 06:40

Anzeige

Was im Wald passiert, macht vor den Städten und Gemienden nicht Halt: Tausende Stadt- und Straßenbäume sind vom Absterben bedroht. Überall ist die Lage ähnlich ernst. Das hat eine RADIO RST-Umfrage ergeben.

Anzeige

Osnabrück: Tausende Stadtbäume vor dem Dürre-Tod

Anzeige

Wie in Münster, sind auch in Osnabrück tausende der insgesamt 60.000 Stadt-Bäume kurz davor, zu verdursten. Die Anzahl der Bäume mit Kronenschäden hat in den letzten drei Jahren um etwa ein Viertel zugenommen. Die Dürre kommt zum allgemeinen Stress, den Bäume an Straßen und in Grünanlagen ohnehin haben, zum Beispiel durch Streusalz, Verletzungen der Rinde und zu wenig Wurzelraum. Krankheiten und Schädlinge, die vor 20, 30 Jahren noch kein Thema waren Tun ein Übriges. Viele Osnabrücker sind besorgt. Dem Aufruf der Stadt Osnabrück, Bäume vor der eigenen Haustür mit zu bewässern, sind viele gefolgt. Die Stadt überarbeitet ihr Stradtbaumkonzept. Neben dem Wässern gehört dazu auch, Baumscheiben besser freizulegen und bei Neupflanzungen Baumarten auszuwählen, die besser mit Trockenheit klar kommen.

Anzeige

Emsdetten: 74 Stadtbäume sind Dürre-Opfer

Anzeige

Im kleineren Maßstab das Gleiche in Emsdetten: 74 Stadtbäume sind dort durch die Dürre dermaßen geschädigt, dass die Stadt sie fällen lässt. Fünf sind schon weg, weil vom Totholz Gefahr ausging. Letztes Jahr sind in Emsdetten 130 Bäume der Trockenheit zum Opfer gefallen. Die Stadt befürchtet, dass das Baumsterben im Stadtgebiet weiter geht. Wo es geht, werden Bäume nachgepflanzt.

Anzeige

Ibbenbüren: Noch keine Baumfäll-Aktion geplant

Anzeige

Noch gibt es in Ibbenbüren keine dürrebedingten Baumfäll-Aktionen. Bäumen jedoch, die auf den ersten Blick gut aussehen, geht es oft schlechter als gedacht. Ein Fall für zertifizierte Baumkontrolleure, wie die Stadt Ibbenbüren sie für die 16.000 Bäume im inneren Stadtgebiet im Einsatz hat. Diese Bäume sind nummeriert und auf einer digitalen Kaste erfasst. Geht es ihnen schlecht, hilft unter Umständen ein Rückschnitt der Krone. Vor allem bei jungen Bäumen gleicht der Einsatz der Motorsäge eher einem chirurgischen Eingriff. Geschieht das nicht, wird Totholz zur Gefahr. Ist um den Baum herum alles versiegelt, durch Straße, Gehwege und Bebauung, hat der Baum keine Chance mehr. Insgesamt wachsen 25.000 Bäume auf Ibbenbürener Stadtgebiet.

Anzeige

Greven: Das ganze Ausmaß der Dürreschäden zeigt sich allmählich

Anzeige

Auch in Greven wird durch die Dürre der letzten Zeit deutlich, wo Bäume schlechte Standortbedingungen haben. Stehen sie zum Beispiel auf sandigem Boden oder Schotter gibt es so gut wie keinen Wasserspeicher. Schlecht ist auch, wenn Baumscheiben zu klein oder fast zugebaut sind – dann kommt kein Wasser an die Wurzeln. Kritisch wird es auch, wenn Beton oder Asphaltflächen in unmittelbarer Nähe sich stark aufheizen. Trotzdem haben von den 2.800 Stadtbäumen bis auf zehn die Dürresommer bis jetzt überstanden. Die Langzeitfolgen sind noch nicht abzusehen.Mitarbeiter der Technischen Betriebe wässern Bäume, wo es nötig ist, so gut es geht. Dieses Jahr gibt es auch Gießsäcke. Die Stadt lobt ausdrücklich alle Grevener, die von sich aus Bäume gießen.

Anzeige

Rheine: Derzeit keine größere Baumfäll-Aktion geplant

Anzeige

Jeder fünfte Mitarbeiter der technischen Betriebe Rheine kümmert sich derzeit vor allem um dürre-geschwächte Bäume. Besonders hart trifft es Flachwurzler wie Rotbuche, Sandbirke und Bergahorn, hieß es auf RADIO RST-Nachfrage. Auch die alten Rotbuchen in Bentlage machen Sorgen. Bäume, die vor fünf Jahren noch gut aussahen, haben große Wassernot. Allerdings halten sich die Ausfälle in städtischen Grünanlagen noch in Grenzen. Größere Baumfäll-Aktionen seien nicht geplant. Effektiv bewässern gehe bei vielen Stadt- und Straßenbäumen nicht. Um sie herum gebe es zu wenig offene Fläche. Im Vorteil seien die vielen Eichen in Rheine. Sie kämen mit ihren tiefen Wurzeln noch an Wasser heran.

Anzeige
Anzeige
Anzeige