
Genn kündigte in einer ersten längeren Stellungnahme an, dass das Bistum Konsequenzen aus der Studie ziehen werden. Dazu gehöre, dass Personalentscheidungen transparenter getroffen würden. Die Bischofsgruft im Dom werde vorerst geschlossen. Dort liegen drei Amtsvorgänger begraben, die sich der Studie zufolge im Umgang mit Missbrauchsfällen schwerer Versäumnisse schuldig machten. Von 1945 bis 2020 gab es nach den Untersuchungen des fünfköpfigen Forscherteams mindestens 196 Kleriker als Täter und 610 minderjährige Opfer von sexuellem Missbrauch.
Eine Expertenkommission werde weitere Missbrauchsfälle aufarbeiten, sagte Genn. Dieser Kommission werden auch Opfer angehören. Genn versprach, dass sich die Fehler der vergangenen Jahrzehnte nicht wiederholen.