
Es fing als ganz normaler Fammilien-Spaziergang in der Natur an. Am Ende kann Antje Schmalfeldt sich über einen vorgeschichtlichen Sensationsfund freuen. In einer Sandgrube am Waldrand bei Werlte sagte sie „Papa, ich glaube hier steht ein Topf.“ Bei näherem Hinsehen entpuppte der "Topf" sich als sehr altes Tongefäß. Vater Jörg Schmalfeldt ließ alles unberührt und machte nur ien paar Fotos, bevor es nach Hause ging. Dann meldete er den Fund der Denkmalschutzbehörde beim Landkreis Emsland.
Komplett erhaltene Urne, sehr wahrscheinlich aus der frühen Eisenzeit
Ein Ortstermin mit Experten bestätigte die Vermutung: Es handelt sich um eine komplett erhaltene Urne, sehr wahrscheinlich aus der frühen Eisenzeit. Sie ist also mindestens 2.500 Jahre alt. In dem rund 26 cm hohen, mit Rillenbändern verzierten Gefäß fanden sich verbrannte Knochen. „In der Bronze- und Eisenzeit war es üblich, Verstorbene zu verbrennen und die Überreste in einem Tongefäß der Erde zu übergeben“, sagt der Archäologe Thomas Kassens vom Emsland Archäologie Museum in Meppen.
So ein Fund ist äußerst selten
Die Entdeckung ist etwas ganz Besonderes. Selbst Profis finden vollständig erhaltene Gefäße äußerst selten. Oft stecken die zerbrechlichen Tontöpfe tief in der Erde und sind nur noch in Scherben zu bergen. Von den Knochen erhoffen sich die Archäologen wichtige Informationen über das Leben der Menschen, die vor mehreren tausend Jahren in der Nähe von Werlte gelebt haben. „Antje Schmalfeldt kann stolz darauf sein, ein wichtiges Puzzleteil der Geschichte unserer Region gefunden zu haben," sagt Landrat Marc-André Burgdorf.
