
Oberbürgermeister Markus Lewe bleibt bei seinem Angebot, drei der 40 Flüchtlinge in Münster aufnehmen zu wollen. Vor wenigen Tagen hatte er Bundeskanzlerin Angela Merkel einen entsprechenden Brief geschrieben. Die "Sea-Watch3" hatte am vergangenen Samstag (29.06.19) nach mehr als zwei Wochen auf See mit 40 Flüchtlingen an Bord im Hafen der italienischen Insel Lampedusa angelegt. Die Menschen durften das Schiff auch verlassen, obwohl die Kapitänin Carola Rackete verbotenerweise in den Hafen gefahren war.
Münster bietet Hilfe an
Oberbürgermeister Markus Lewe hatte das Angebot bereits am Freitag erneuert. Eine Familie aus Münster hat sich bereits gemeldet und würde die Flüchtlinge aufnehmen.
Ob und wann die drei Flüchtlinge nach Münster kommen, ist völlig unklar. Darüber müssen sich erst Italien, Deutschland und die EU einigen.
Promis sammeln Spenden für Kapitänin
Nach der Festnahme der "Sea-Watch"-Kapitänin Carola Rackete sind die Spenden für die deutsche Hilfsorganisation angestiegen. Mehr als eine Million Euro wurden bereits gesammelt. Die TV-Moderatoren Jan Böhmermann und Klaas Heufer-Umlauf riefen dazu auf, zu spenden.
Rackete war mit der "Sea-Watch" und 40 Migranten an Bord unerlaubt in den Hafen der italienischen Stadt gefahren. Die Kapitänin wurde festgenommen und unter Hausarrest gestellt. Die italienische Regierung sieht für das unerlaubte Einfahren bis zu 50.000 Euro Strafe vor. Die "Sea-Watch 3" wurde beschlagnahmt. Die Spenden werden gesammelt, um die Gerichtskosten von Rackete zu finanzieren.
Rackete hat Entscheidung vor Richter verteidigt
Die deutsche Kapitänin Carola Rackete hat die Nacht erneut im Hausarrest verbracht. Auch wenn dieser nun aufgehoben werden sollte. Die Wirren um die 31-Jährige und die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch wären damit längst nicht am Ende. Alle Infos dazu lest ihr hier.