
Schweinepest in Westfalen-Lippe: Bauernverband mahnt zur Vorsicht
Ein Jahr nach dem ersten bestätigten Fall der Afrikanischen Schweinepest in Westfalen-Lippe mahnt der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) zu besonderer Vorsicht in den Restriktionsgebieten. Am 14. Juni 2025 wurde der erste Fall in Kirchhundem im Kreis Olpe bestätigt. Bis zum vergangenen Freitag (12.06.) wurden insgesamt 761 Fälle bei Wildschweinen nachgewiesen. Für Menschen ist die Afrikanische Schweinepest ungefährlich, für Schweine verläuft eine Infektion jedoch fast immer tödlich. Nach Angaben des WLV zählt neben dem direkten Kontakt zu infizierten Wildschweinen vor allem das Verhalten von Menschen zu den wichtigsten Übertragungsrisiken. Wer in betroffenen Gebieten unterwegs ist, sollte daher besonders achtsam sein.
Durch umsichtiges Handeln die Ausbreitung der Tierseuche verhindern
Der Bauernverband ruft Spaziergänger, Radfahrer und Ausflugsgruppen dazu auf, behördliche Anweisungen in den ASP-Restriktionsgebieten konsequent zu befolgen. Dazu gehört, ausschließlich auf gekennzeichneten Wegen zu bleiben, Hunde anzuleinen, Tore nach dem Durchqueren wieder zu schließen und Zäune nicht zu beschädigen. Außerdem: Keine Essensreste in die Natur werfen, sondern nur in Mülleimer - und auf keinen Fall Wildschweine füttern.
Parallel dazu läuft die Seuchenbekämpfung in Westfalen-Lippe mit großem personellem und technischem Aufwand weiter. Teams der Wildtierseuchenvorsorge, Suchhundeteams, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, Einsatzkräfte der Kreise und Drohnenteams durchsuchen die betroffenen Gebiete systematisch. Unterstützung kommt von Jägerinnen und Jägern, die Wildschweine schießen, um den Bestand zu reduzieren. Alle Einsätze erfolgen in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden, um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest wirksam und dauerhaft einzudämmen. Der WLV bittet die Bevölkerung außerdem um Verständnis für Schutzmaßnahmen wie Sperrzonen und den Bau von Schutzzäunen. Diese Maßnahmen dienen dem Ziel, die weitere Verbreitung des Virus einzudämmen und Hausschweinbestände in der Region zu schützen.