
Die Kultusminister der Länder haben heute (04.01.2021) beschlossen: Die Schulen bleiben erstmal dicht wegen der hohen Corona-Zahlen. Wenn es die Lage in einzelnen Ländern erlaubt, geht es wieder stufenweise mit dem Schulbetrieb los. Damit ist wohl nicht vor dem Ende des Lockdowns zu rechnen, der wahrscheinlich morgen (05.01.2021) bis Ende Januar verlängert wird. Für den Neustart sind drei Stufen geplant. Erst gehen wieder die Klassen 1 bis 6 in die Schulen, dann gibt es Wechselunterricht an den weiterführenden Schulen ab der 7. Klasse. In der dritten Stufe wird wieder der Regelbetrieb an allen Schulen eingeführt.
In die Richtung gingen vorher schon viele Meinungen. Für CDU-Bundesbildungsministerin Karliczek aus Tecklenburg ist es nicht vorstellbar gewesen, jetzt vollständig zum Präsenzunterricht in allen Jahrgängen zurückzukehren. Auch SPD-Chefin Esken hat den Regelbetrieb für illusorisch gehalten. Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat sich für Wechsel- und Distanzunterricht in den kommenden Wochen ausgesprochen. Und der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes hat sich ebenfalls für den eingeschränkten Präsenzbetrieb bis Ende Januar eingesetzt.
Für Kerstin Ruthenschröer vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) im Kreis Steinfurt kommt die Entscheidung der Kultusminister wieder viel zu spät.
Seit Monaten wird auch immer wieder darüber diskutiert, was denn besser ist: Präsenz-, Wechsel- oder Distanzunterricht? Da hat Ruthenschröer eine klare Meinung.



