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Schule und Corona: Das sagt der Lehrerverband VBE
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Schule und Corona: Das sagt der Lehrerverband VBE

Die NRW-Landesregierung möchte nach den Sommerferien so viel normalen Unterricht wie möglich. Außerdem sind kostenlose Corona-Tests für Lehrer geplant. Von der Lehrer-Gewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) im Kreis Steinfurt kommt Lob und Kritik.

Veröffentlicht: Montag, 20.07.2020 11:44

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Nach den Sommerferien gibt es für alle Schüler in Nordhein-Westfalen wieder normalen Unterricht - ohne Maskenpflicht und ohne Abstandsregeln. Das hat NRW-Schulministerin Gebauer (FDP) entschieden. Während der Corona-Pandemie waren bislang nur die Grundschulen für einige Wochen im Regelbetrieb gewesen. Um größere Corona-Ausbrüche möglichst zu verhindern, bietet das Land den Lehrern alle zwei Wochen kostenlose Corona-Tests an. Für Kerstin Ruthenschröer vom Verband Bildung und Erziehung im Kreis Steinfurt ist das ein wichtiger Schritt:

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Kerstin RuthenschröerVBE zu Corona-Tests für Lehrer
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Kerstin Ruthenschröer findet es wichtig für die Kinder und die Eltern, dass es nun zum Regelbetrieb zurückgeht. Die Angst, sich anzustecken, bleibe jedoch.

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Online-Lernen für den Notfall

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Gibt es an einer Schule einen oder mehrere positive Tests, entscheidet das Gesundheitsamt des Kreises Steinfurt, wie es weitergeht. Je nach Lage ist es möglich, einzelne Schüler und Lehrer in Quarantäne zu schicken oder auch ganze Schulen zu schließen. In diesen Fällen gilt dann wieder: Homeschooling und Online-Lernen von Zuhause. Nach den Ferien gibt es auch für diese Leistungen Noten. Das findet Kerstin Ruthenschröer problematisch:

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Kerstin RuthenschröerVBE zu Noten im Online-Unterricht
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Offene Fragen sieht die Konrektion der Sünte-Rendel-Grundschule in Riesenbeck auch bei den angekündigten Tablets und Computern für Schüler aus ärmeren Familien. Die NRW-Landesregierung investiert dafür bis zu 178 Millionen Euro. Das reicht rein rechnerisch für alle 356.000 Kinder in NRW, die von Sozialleistungen leben. Schulministerin Gebauer sieht die Lehrer in der Pflicht, die Geräte zu verteilen. "Das geht nur mit Hilfe der Kommunen", sagt Kerstin Ruthenschröer. "Über den Finanzstatus der Familien haben Lehrer keinen Überblick". Die NRW-Schulministerin hat schon eingeräumt, dass bis zum Schulstart in gut drei Wochen nicht alle Geräte pünktlich da sind.

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Schulministerin im RADIO RST-Interview

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Ein komplettes Interview mit NRW-Schulministerin Gebauer zum Schulstart nach den Sommerferien höst du in unserem Podcast "CORONA... UND JETZT?!". Zum Podcast.

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