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Sanimed in Ibbenbüren wackelt
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Sanimed in Ibbenbüren wackelt

Der Medizintechnik-Dienstleister Sanimed in Ibbenbüren plant 180 Arbeitsplätze abzubauen. Das Unternehmen ist in einer existenziellen Krise und richtet sich neu aus, um zu überleben.

Veröffentlicht: Dienstag, 11.03.2025 15:11

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Die Sanimed Gruppe in Ibbenbüren steht vor einem massiven Umbruch, schreibt die IVZ. Die Belegschaft weiß seit gestern (Mo., 10.03.) Bescheid. Sanimed steht offenbar vor der Wahl, das ganze Unternehmen zu liquidieren und alle Beschäftigten zu entlassen oder sich radikal neu auszurichten. Das bedeutet, dass sich das Unternehmen zukünftig auf ein reduziertes Angebot in weniger Regionen konzentrieren wird - mit rund 250 verbleibenden Beschäftigten.

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Neuausrichtung und Zukunftspläne

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Sicher scheint, dass Sanimed sich aus dem Geschäft in Bayern und Baden-Württemberg zurückzieht. Gleichzeitig fallen defizitäre Warengruppen weg. Zuletzt war die Sanimed Gruppe Vollversorger für Patientinnen und Patienten und Partner vieler Kliniken und Krankenhäuser mit einer breiten Produktpalette in den Bereichen Homecare, Medizintechnik und Mobilitätserhalt. 

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Umsatz ohne Gewinn

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Letztes Jahr machte die Sanimed Gruppe nach Unternehmensangaben rund 95 Millionen Euro Umsatz – nur der Gewinn blieb aus. In der Sanimed Gruppe gab es seit Jahren Unruhe. Mehrere Eigentümerwechsel seit 2020 taten ein Übriges. Aktuell gehört das Unternehmen zu Löwenstein Medical, einem führenden Anbieter von Medizintechnik für Beatmung und Atemtherapie.

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Nächste Schritte

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Derzeit verhandelt die Geschäftsführung mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan. Auch das Angebot einer Transfergesellschaft steht im Raum. Schon letztes Jahr hatte als Sofortmaßnahme ein allmählicher Stellenabbau begonnen. Jetzt also die vollständige Restrukturierung. Wie viele der Arbeitsplätze in Ibbenbüren erhalten bleiben, steht noch nicht fest. Sanimed hat Außendienstler:innen und Niederlassungen in weiten Teilen Deutschlands. Wie es aussieht, bleibt der Standort Ibbenbüren für die gesamten Innendienstthemen weiter wichtig. Ein Großteil des Personalabbaus geschehe folglich außerhalb von Ibbenbüren.

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