
Der Rat in Saerbeck entscheidet heute über die Gründung des „Waermewerks Saerbeck“. Es soll künftig Häuser im Ortskern mit Wärme versorgen. Ob das Netz gebaut wird, ist noch offen.
Die Wärme soll vor allem aus lokalem Biogas und großen Wärmepumpen kommen. Damit möchte die Gemeinde weniger abhängig von Öl und Erdgas werden. Auch Bürger sollen sich über eine Genossenschaft an dem Projekt beteiligen können. Zunächst soll die gemeindeeigene SGW mbH das Waermewerk gründen. Sie stellt dafür 25.000 Euro bereit und übernimmt weitere Vorbereitungskosten von rund 120.000 Euro.
Entscheidend ist, wie viele Haushalte einen Wärmeliefervertrag abschließen. Erst wenn genügend Anschlüsse und die Finanzierung gesichert sind, soll endgültig über den Bau entschieden werden. Die ersten Haushalte könnten nach dem derzeitigen Plan im Herbst 2028 Wärme erhalten.
Zwei Ausschüsse haben dem Vorschlag bereits einstimmig zugestimmt. Die Entscheidung des Rates steht noch aus.
Weitere Themen im Rat
Eine Vereinbarung mit einem neuen Windkraftbetreiber soll der Gemeinde und örtlichen Vereinen über viele Jahre zusätzliche Einnahmen bringen. Sie ist eines von mehreren Themen, mit denen sich die Politik nach den Beratungen in den Ausschüssen befasst.
Auf der Tagesordnung stehen auch neue Regeln für Vereinszuschüsse. Dabei geht es um die Förderung einzelner Projekte und darum, welche Zielgruppen künftig berücksichtigt werden sollen. Zudem ist über die Vergabe des Heimatpreises zu entscheiden: Sieben Bewerbungen liegen vor. Mit diesen Themen befasste sich unter anderem der Familien-, Sozial-, Senioren- und Kulturausschuss.
Weitere Beratungen betreffen den Einzelhandel West. Dort soll mehr Platz für den K+K-Markt sowie für zusätzliche Geschäfte und Dienstleister vorgesehen werden. Außerdem steht eine Entscheidung zum Förderprogramm „Moderne Sportstätten NRW“ an: Die Gemeinde soll beschließen, ob sie den Eigenanteil der beteiligten Vereine mitfinanziert.