Anzeige
Russland-Sanktionen?
© pxhere.com
Teilen:

Russland-Sanktionen?

Die EU verhängt angesichts der Eskalation im Ukraine-Konflikt neue Sanktionen gegen Russland. Die Außenminister der 27 Mitgliedstaaten haben bei einem Sondertreffen in Paris einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission und des Auswärtigen Dienstes zugestimmt. Die Strafmaßnahmen treten voraussichtlich noch in dieser Woche in Kraft.

Veröffentlicht: Dienstag, 22.02.2022 16:21

Anzeige

Etwa 550 Unternehmen in der Region wären davon betroffen. Die Industrie- und Handelskammern in Münster und Osnabrück rechnen gesamtwirtschaftlich allerdings nicht mit größeren Schäden. Im Ranking der Partnerländer für hiesige Exporteure steht Russland auf Platz 14.

Anzeige

Global Players auch im Russlandgeschäft aktiv

Anzeige

300 Unternehmen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen in Münster sind aktiv im Russlandgeschäft, darunter Größen wie Windmöller und Hölscher in Lengerich, Keller in Laggenbeck, KTR in Rheine, Schmitz Cargobull in Altenberge und Hengst Filter in Nordwalde.

Anzeige

Ungleicher Austausch

Anzeige

Maschinenbau, Fahrzeugbau, Landmaschinenbau und Chemie-Produktion sind Branchen, die nach Russland exportieren. Auch Kfz-Teile gehen dorthin. Im Gegenzug kommen aus Russland fast nur Rohstoffe, chemische Vorprodukte wie Teer und landwirtschaftliche Produkte.

Anzeige

Ein Markt unter vielen

Anzeige

Insgesamt ist das nicht der wichtigste Markt. Trotzdem haben einige sich dort spezialisiert oder sogar eigene Produktionen aufgebaut, wie Schmitz oder Hengst. Von den aktuell rund 250 Unternehmen im Bezirk der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim mit Russland-Beziehungen haben knapp 30 dort eigene Produktionsstätten oder Betriebsniederlassungen. Wenn Russland-Sanktionen der Wirtschaft insgesamt auch nicht viel anhaben könnten: für diese Unternehmen wären sie einschneidend. Hinzu kommt der erwartete Anstieg der Energiekosten, denn Russland steht nun mal für 50% der hierzulande benötigten Gaslieferungen.

Anzeige

Russlandgeschäft braucht starke Nerven

Anzeige

Außenhandelsbeziehungen zu Russland sind seit Jahren ein wackeliges Geschäft. Spätestens die Sanktionen im Zuge der Krim-Krise 2014 haben Spuren hinterlassen. Damals waren Absatzmärkte vom einen auf den anderen Tag weg und Unternehmen haben sich andere Märkte erschlossen. Trotzdem gibt es Firmen, die dem Russlandgeschäft treu bleiben. „Noch bricht auch nichts weg,“ heißt es aus Münster. Nur, dass einige jetzt vor der gleichen Situation stehen, wie vor acht Jahren.

Anzeige
Anzeige
Anzeige