
Rückkehr nach Syrien?
Der Fachkräftemangel im Kreis Steinfurt würde sich verschärfen, wenn die Mehrheit der syrischen Geflüchteten in ihr Land zurückkehrt. Vor allem in den Gesundheitsberufen und in den Logistik- und Verkehrsberufen dürften sie fehlen, heißt es exklusiv auf RADIO RST-Nachfrage bei der Arbeitsagentur Rheine.
Veröffentlicht: Freitag, 20.12.2024 13:20
Je länger sie in Deutschland sind, umso besser sind sie bei der Arbeit, heißt es dort. Auch, wenn ihr Anteil an der Gesamtzahl der Beschäftigen je nach Branche um ein Prozent liege, würde es sich „grundsätzlich spürbar nachteilig“ auswirken, wenn sie Deutschland verlassen. Unter den veränderten Bedingungen in Syrien lässt sich noch nicht absehen, wie viele bleiben und wie viele gehen. Die Erfahrung zeige: Je länger jemand in Deutschland ist und je besser als qualifizierte Arbeitskraft integriert, umso geringer der Wunsch, zurückzukehren.
Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Syrerinnen und Syrer im Kreis Steinfurt
Von den gut 6.100 Syrerinnen und Syrern im Kreis Steinfurt arbeiten mehr als 1.200, die meisten (320) im Bereich Verkehrs- und Logistikberufe, zum Beispiel als Busfahrer:innen, Staplerfahrer:innen oder im Lager. Dann kommen die Gesundheitsberufe (164), Lebensmittel- und Gastgewerbe (161) und Fertigungsberufe (154).