
Riegel vor für Islamisten
Das seit heute verbotene Imam-Mahi-Zentrum in Münster war ein Außenposten der Hisbollah. Der Moscheeverein „Fatime-Versammlung“, zu dem das Zentrum gehört, war eine „wichtige Spendenbüchse“ der seit 2020 verbotenen Terrororganisation, sagte Innenminister Herbert Reul am Vormittag.
Veröffentlicht: Donnerstag, 17.03.2022 12:44
Im Morgengrauen hatte es eine Polizeirazzia in Münster-Hiltrup gegeben. Der Vorwurf: Verfassungswidrigkeit.
Keine rein-religiösen Absichten
Der schiitisch-extremistische Verein habe Spenden für Kinder und Hinterbliebene von Hisbollah-Kämpfern gesammelt und einmal sei ein mutmaßlicher Gesandter der Hisbollah zu Besuch gewesen. Die Vorträge in den Moscheeräumen seien antiwestlich und teilweise auch antisemitisch gewesen. Mehrfach habe der Moscheeverein den israelfeindlichen „Al-Quds-Tag“ unterstützt, an dem für die Vernichtung Israels demonstriert wird. Der Verein habe seine radikale Ideologie auch durch die vereinseigene Koranschule weitergetragen.