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Rheinmetall will VW-Werk Osnabrück nicht übernehmen
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Volkswagen Osnabrück GmbH
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Rheinmetall will VW-Werk Osnabrück nicht übernehmen

Der Rüstungskonzern Rheinmetall will das VW-Werk in Osnabrück nicht übernehmen. Damit verliert der Standort seinen wichtigsten Hoffnungsträger.

Veröffentlicht: Freitag, 13.03.2026 06:17

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Rheinmetall erteilt der Übernahme eine klare Absage. Ein Sprecher des Konzerns sagt: „Eine Übernahme des Werkes in Osnabrück ist unter den gegebenen Voraussetzungen kein Thema für Rheinmetall." Dabei galt der Rüstungskonzern aus Düsseldorf lange als wichtigster Interessent. Vorstandschef Armin Papperger hatte die Fabrik sogar persönlich besucht und Möglichkeiten einer Zusammenarbeit geprüft.

Der Grund für das Nein: Rheinmetall braucht keine neuen Kapazitäten für sechsrädrige Radpanzer - und nur dafür hätte sich das VW-Werk in Osnabrück angeboten. Stattdessen ist die Nachfrage nach achträdrigen Radpanzern gestiegen. Ein Sprecher erklärt: „Hier werden aktuell keine weiteren Kapazitäten benötigt." Rheinmetall baut deshalb sein Werk in Kassel aus.

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VW-Chef Blume sucht eine Lösung

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VW-Chef Oliver Blume will bis Ende 2026 über die Zukunft des Werkes entscheiden. Er bestätigt: Es laufen noch Gespräche mit anderen Rüstungsunternehmen. Die Produktion der Porsche-Modelle endet bereits in diesem Jahr. Das T-Roc Cabrio läuft Mitte 2027 aus. Das Werk Osnabrück ist das kleinste VW-Werk. Rund 2.300 Menschen arbeiten dort. Der Standort gehört seit 2009 zu VW - nach der Insolvenz des früheren Betreibers Karmann. Wie es nach 2027 weitergeht, ist völlig offen.

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