
Am Sonntag endet die internationale Rettungsmission Sophia für Flüchtlinge, die im Mittelmeer zwischen Libyen und Italien in Seenot geraten. Italien hat gegen die Verlängerung sein Veto eingelegt, weil nach wie vor alle Geretteten zur italienischen Küste gebracht werden und andere EU-Länder wie Ungarn sich weiter weigern, Flüchtlinge aufzunehmen. Nicht-Regierungs-Organisationen und Helfer, die vor Ort waren, kritisieren das. Marcus Berger aus Rheine, beispielsweise, hat selbst auf den Rettungsschiffen "Seawatch 2" und "Seawatch 3" Menschen gerettet. Er hat den gesamten Vorgang im RADIO RST-Gespräch als "zutiefst zynisch" bezeichnet. Jetzt bleibe Alles an den Freiwilligen hängen. Berger selbst hat seinen nächsten Einsatz in zwei Wochen, vom 11. April bis zum 10. Mai - "wenn Seawatch nicht noch Steine in den Weg gelegt werden," wie er sagt.