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Reichspogromnacht
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Reichspogromnacht

Heute (Do., 09.11.), am 85. Jahrestag der Reichpogromnacht von 1938, stehen auch bei uns in der Region jüdische Einrichtungen noch mehr als sonst unter besonderem Schutz. Es gibt Gedenkveranstaltungen im ganzen Kreisgebiet.

Veröffentlicht: Mittwoch, 08.11.2023 16:15

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„Unsere Polizei ist sich der geschichtlichen Verantwortung bewusst,“ sagt NRW-Innenminister Herbert Reul – und weiter: „Wir tun alles dafür, dass die Reichspogromnacht nur eine Erinnerung bleibt.“ Die Schutzvorkehrungen sind schon seit dem Terrorüberfall der radikalislamischen Hamas auf Israel am 7. Oktober erhöht. Die Polizei vor Ort steht in engem Kontakt mit den jüdischen Gemeinden und anderen Einrichtungen, heißt es, ohne Details der Schutzkonzepte zu nennen.

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Gedenkveranstaltungen auch im Kreis Steinfurt

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Zum 85. Jahrestag der Reichspogromnacht gibt es heute auch im Kreis Steinfurt Gedenkveranstaltungen in Steinfurt, Borghorst, Rheine, Ochtrup, Ibbenbüren und Lengerich. Unter anderem werden Kränze niedergelegt, um an die Opfer der Pogrome der Nazis gegen die jüdische Bevölkerung zu erinnern. Die Polizei hat keinerlei Hinweise auf irgendwelche Gefährdungen, sagte uns eine Sprecherin.

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Historische Last wiegt schwer

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In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 verwüsteten Nationalsozialisten etwa 7500 jüdische Geschäfte und Einrichtungen in Deutschland. Sie zündeten einen Großteil der rund 1200 Synagogen und Gebetshäuser an, demolierten jüdische Friedhöfe und stürmten Wohnungen. Menschen wurden misshandelt, willkürlich verhaftet und ermordet. Wie viele starben, ist unklar. Das Nazi-Regime sprach von 91 Toten. Historiker gehen von mehr als 1300 Menschen aus, die in Folge des Pogroms ums Leben kamen. Mehr als 30.000 Jüdinnen und Juden wurden in Konzentrationslager verschleppt. Es war der Anfang des Völkermordes.

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