
Regenbogen-Diskussion
Am Osnabrücker Rathaus weht die Regenbogenflagge für Vielfalt, Toleranz und Offenheit – als Reaktion auf die Diskussion um die Beleuchtung des Münchner Stadions beim EM-Spiel Deutschland-Ungarn. Die UEFA hat verboten, die Regenbogenfarben zu verwenden.
Veröffentlicht: Mittwoch, 23.06.2021 12:04
Der Regenbogen wird als Zeichen der Verbundenheit mit der LGBTQI+-Szene verwendet. Die Abkürzung steht für Lesbian, Gay, Bi, Trans, Queer und Intersex, zu Deutsch lesbisch, schwul, bisexuell, trans, queer und intersexuell. Es geht um Toleranz und gleichte Rechte für Menschen, die sich selbst in anderen als den gängigen Rollen- und Normenvorstellungen sehen. Das ist nicht in allen Ländern gegeben. Die Ungarische Regierung hat gerade ein Gesetz verabschiedet, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität in Ungarn einschränkt.
Auch die Osnabrück-Halle trägt heute Regenbogen-Farben: Ab 17 Uhr wird sie bunt beleuchtet. In Ungarn wird das Thema von vielen anders gesehen: Ministerpräsident Viktor Orban hat seine Reise nach München abgesagt und viele Sportvereine beleuchten ihre Stadien demonstrativ in den Landesfarben.
