
"Das ist ein guter Anfang, reicht für junge Leute aber noch nicht, um auch da zu wohnen, wo ihr Ausbildungsbetrieb ist," hieß es auf RADIO RST-Nachfrage bei Ver.di im Münsterland. Die Arbeitgeberseite kritisiert die Pläne als Eingriff des Staates in die Tarif-Autonomie. "Mehr Geld steigert auch nicht die Attraktivität bestimmter Berufe," sagt beispielsweise der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf, Tischner. Ein Maurer im dritten Lehrjahr verdiene schon heute 1.400 Euro im Monat. Trotzdem gebe es zu wenige Maurer-Lehrlinge. Tischner findet es wichtiger, jungen Leuten die Zukunfts-Chancen in den Berufen zu zeigen.
Heute (15.05.19) stimmt das Bundeskabinett über den Gesetzentwurf von Bildungsministerin Karliczek aus Brochterbeck ab. Er sieht vor, dass alle Azubis im kommenden Jahr künftig mindestens 515 Euro im Monat bekommen.