
Das Ende der Grubenwasserhaltung im Ibbenbürener Bergbau ist laut Zechenbetreiber RAG ein deutlicher Beitrag zum Umweltschutz. Das Unternehmen stellte am Abend zusammen mit Experten den Umweltausschüssen der Bergbaugemeinden im Tecklenburger Land das Konzept für den Umgang mit den Bergbaufolgen vor. Die RAG versprach alle Beteiligten über jeden Schritt zu informieren. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern ein Planfeststellungsverfahren nach saarländischem Vorbild. Jetzt berät die Politik über das weitere Vorgehen.
Grubenwasser
Das Grubenwasser werde in Zukunft weniger Sulfate, Salze und PCB erhalten, wenn die derzeitige Tiefenwassererhaltung nach Ende des Steinkohlebergbaus eingestellt wird. Dadurch kommt es zu einem Anstieg des Grubenwassers, das dann ab 2023 über einen neuen Kanal in eine neue Aufbereitungsanlage in Gravenhorst geleitet wird. Von dort fließt das Grubenwasser in die Aa. Das Grundwasser sei nicht betroffen, versichert die RAG. Das Unternehmen beantragt eine Genehmigung des Konzepts durch die Bezirksregierung Arnsberg.