
Die Polizei in Münster hat eine Geiselnahme im Gefängnis an der Gartenstraße beendet. Ein Häftling hatte eine Bedienstete bedroht. Nach drei Stunden befreit die Polizei die Geisel, der Täter stirbt. Die Polizei hat ihn erschossen. Das bestätigte eine Sprecherin des NRW-Justizministeriums. Der Mann wäre demnach in gut drei Wochen entlassen worden. Laut „bild.de“ soll er die Bedienstete mit einer Rasierklinge bedroht und einen Hubschrauber verlangt haben. Der Täter soll demnach eine viermonatige Haftstrafe wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte abgesessen haben.
Die Polizei war gegen 06:30 Uhr alarmiert worden und mit einem Großaufgebot im Einsatz. Viele Straßen in der Umgebung waren gesperrt.
Geisel war Bedienstete
Die Bedienstete, die in der JVA Münster von einem Häftling als Geisel genommen wurde, ist eine 29 Jahre alte Auszubildende. Die Frau sei körperlich "nahezu unverletzt", sagte ein Sprecher des Justizministeriums am Freitag. Man kümmere sich nun intensiv um die Frau. Gleichzeitig drückte der Sprecher des Justizministeriums sein Beileid für den 40 Jahre alten Häftling aus, der bei der Geiselnahme von der Polizei erschossen wurde: "Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen.
Gefängnis in Münster
Das Gefängnis in Münster liegt mitten in der Stadt und ist nur noch zum Teil mit Gefangenen belegt. Seit Jahren ist ein Neubau im Osten der Stadt geplant. Der Bau soll 2025 bezogen werden. 2016 wurde ein Teil der JVA innerhalb von 48 Stunden geräumt, weil Teile des denkmalgeschützten Gebäudes als einsturzgefährdet galten.
Mit Material der dpa