
Pilotprojekt bei FIEGE
Der Großlogistiker FIEGE und der Energieversorger E.ON eröffnen einen intelligenten Ladepark für 10 E-Autos. Das Pilotprojekt am FIEGE-Hauptsitz am Flughafen Münster-Osnabrück funktioniert so, dass mehr Energie zum Laden der Elektroautos verwendet wird, wenn der Stromverbrauch der Firmengebäude sinkt.
Veröffentlicht: Freitag, 05.11.2021 06:34
Es ist möglich, bestimmte Autos vorrangig zu laden, so ist sichergestellt, dass die Batterien von FIEGE-Beschäftigten und Gästen beim Losfahren voll sind. Durch die intelligente Steuerung steigt der Gesamtverbrauch des Unternehmens zu keinem Zeitpunkt über ein bestimmtes Niveau. Dadurch wird der bestehende Netzanschluss ideal genutzt und das spart Aufwand und Kosten.
Weiteres Pilotprojekt
Zwei weitere spezielle Ladepunkte ermöglichen es, E-Autos auch als Stromspeicher zu nutzen: Die Energie fließt aus den Batterien der Elektrofahrzeuge wieder zurück, wenn das E-Auto ohnehin noch lange an der Ladestation steht und der Strom an anderer Stelle benötigt wird. Diese Zweiwege-Ladepunkte gehen jetzt in die Testphase, Ergebnisse liegen voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres vor.
Gut fürs Klima UND die Finanzen
Der Ladepark fördert nicht nur die E-Mobilität und trägt so zur Verkehrswende bei. Wirtschaftlicher Nachahmungsfaktor: Je nach Auslastung sparen die 12 Ladepunkte 6- bis 13.000 Euro im Jahr.
FIEGE setzt voll auf E-Mobilität
Schon heute hat jedes zweite neu bestellte Fahrzeug des FIEGE-Fuhrparks einen elektrischen Antrieb. An gut 35 Prozent der Standorte gibt es Ladesäulen – und das ist erst der Anfang, heißt es beim Unternehmen. Aktuell baut FIEGE gemeinsam mit E.ON neue Ladepunkte an zehn Standorten in Deutschland und hat gerade einen Rahmenvertrag für den weiteren Ausbau seiner Ladeinfrastruktur mit dem Energieanbieter abgeschlossen. Bei Neubauprojekten plant der Logistikdienstleister Ladesäulen direkt mit ein, damit die Ladeinfrastruktur weiterwächst.