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Pflegefamilien fehlen überall
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Pflegefamilien fehlen überall

Greven sucht Pflegefamilien - der Mangel ist kein Einzelfall. Hinter dem lokalen Aufruf steckt ein wachsendes gesellschaftliches Problem.

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Wenn Kinder nicht zu Hause bleiben können

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Die Stadt Greven sucht dringend neue Pflegefamilien. Der Aufruf aus dem Kreis Steinfurt steht beispielhaft für ein Problem, das vielerorts wächst: Immer mehr Jugendämter suchen händeringend Menschen, die Kinder vorübergehend oder auf längere Zeit bei sich aufnehmen.

Das wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich. Die Zahl der Geburten geht zurück. Gleichzeitig nehmen Jugendämter immer mehr Kinder aus ihren Familien. Der Grund: Nicht jedes Kind kann in seiner Herkunftsfamilie sicher aufwachsen. Wenn Vernachlässigung, Gewalt, Missbrauch, Suchterkrankungen oder massive familiäre Krisen eine Rolle spielen, brauchen Kinder Schutz, Stabilität und ein verlässliches Umfeld. Greven ist damit kein Einzelfall, sondern ein Beispiel für eine Entwicklung, die Jugendämter und Einrichtungen in vielen Regionen beschäftigt. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, passende Pflegefamilien zu finden. Auch Wohngruppen und Heime stehen unter Druck, nicht zuletzt wegen des Personalmangels.

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Greven zeigt, wie groß der Bedarf ist

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Der Pflegekinderdienst des Jugendamts in Greven sucht Familien, Paare und Einzelpersonen, die bereit sind, einem Kind ein Zuhause auf Zeit oder auf Dauer zu geben. Meist sind die Kinder noch sehr jung, wenn sie in eine Pflegefamilie kommen. Umso wichtiger ist es, für jedes Kind ein Umfeld zu finden, das Sicherheit gibt und zu seiner Geschichte passt. Deshalb prüfen Fachkräfte sehr genau, welche Pflegeperson zu welchem Kind passt. Sie begleiten Pflegefamilien nicht nur bei der Aufnahme eines Kindes, sondern auch im Alltag - etwa beim Start in der Kita oder Schule, bei Therapien oder bei Klinikaufenthalten. Gerade in der ersten Zeit ist diese Unterstützung besonders eng. Pflegeeltern brauchen vor allem Verlässlichkeit, Stabilität und die Bereitschaft, sich auf die Lebensgeschichte eines Kindes einzulassen. Ein Führungszeugnis ist notwendig, Pflegeelternschaft selbst ist kein Weg, den eigenen Lebensunterhalt zu finanzieren. In Greven ist für den 22. September 2026 ein offener Info-Abend für Interessierte geplant. Der Termin zeigt vor allem eines: Hinter dem lokalen Aufruf steckt ein Thema, das weit über Greven hinausreicht.

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