
Osnabrück wieder Weltmeister in der Feldrobotik
Osnabrück gehört erneut zur Weltspitze in der Feldrobotik: Das Team Acorn des Osnabrücker Robotervereins Osnabotics hat beim internationalen Field-Robot-Event den Gesamtsieg geholt. Beim Wettbewerb in Bernburg, Sachsen-Anhalt, setzte sich das Team gegen starke internationale Konkurrenz durch und gewann vier von fünf Disziplinen. Damit verteidigte Osnabrück den Weltmeistertitel erfolgreich. Hinter dem Siegerteam stehen 22 Studierende und Promovierende der Universität Osnabrück und der Hochschule Osnabrück. Insgesamt nahmen 16 Teams aus zehn Ländern an dem Wettbewerb teil.
Titelverteidigung mit zwei Hightech-Robotern
Seit März hatten sich die Teilnehmenden auf das Field-Robot-Event vorbereitet. Dafür entwickelten, bauten, programmierten und testeten sie eigenständig zwei Feldroboter. Im Mittelpunkt standen eine stabilere Navigation und die Integration eines vollständig autonomen Roboterarms auf einer fahrenden Plattform. Der Roboter Acorn navigiert präzise durch Maisreihen und erkennt mit 3D-Laserscanner und Tiefenkameras zuverlässig kranke Pflanzen und Insekten. Der zweite Roboter Bcorn ist auf die Bodenbehandlung spezialisiert. Er arbeitet mit einem Roboterarm und Bohrer, um gezielt Aufgaben auf dem Feld zu übernehmen. Der Wettbewerb lief im Rahmen der DLG-Feldtage 2026 am Internationalen DLG-Pflanzenbauzentrum in Bernburg. Dort stellten 135 Teilnehmende aus China, Deutschland, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Portugal, Slowenien und der Türkei ihr technisches Können, ihre Kreativität und ihren Teamgeist unter Beweis.
Osnabotics bündelt Robotik-Kompetenz in Osnabrück
Die Organisation des erfolgreichen Teams liegt inzwischen beim Verein Osnabotics e. V.. Der Verein vernetzt seit Herbst letzten Jahres Studierende, Alumni, Forschende und Praxispartner aus dem Bereich Robotik und bündelt damit wissenschaftliche und praktische Kompetenz in Osnabrück. Ziel von Osnabotics ist es, Entwicklungsprojekte zu organisieren, die Teilnahme an Wettbewerben zu koordinieren und den fachlichen Austausch in der Region dauerhaft zu stärken. Dabei sind ausdrücklich auch Interessierte willkommen, die nicht aus klassischen Ingenieurstudiengängen kommen. Neben Technik spielen etwa Projektplanung, Organisation und Medienarbeit eine wichtige Rolle. Der erneute Weltmeistertitel zeigt, welche Innovationskraft in Osnabrück steckt. Zugleich macht der Erfolg deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit von Hochschulen, Nachwuchsforschenden und Wirtschaft für die Zukunft der Agrarrobotik und Feldrobotik in Deutschland ist.
