
Wer eine Corona-Infektion überstanden hat, die nur einen leichten Krankheitsverlauf hatte, ist vor Schäden an Lunge, Herz und Nieren nicht sicher. Auch Thrombosen in den Beinvenen sind möglich.
Studie mit 443 Menschen
Die Uniklinik hat 443 ungeimpfte Menschen untersucht, deren Corona-Infektionen durchschnittlich zehn Monate her waren. Sie hatten keine, milde oder mäßige Symptome. Fast alle wurden nur ambulant behandelt und niemand lag auf der Intensivstation.
Lunge, Herz und Nieren betroffen
Bei den untersuchten Menschen war das Volumen der Lunge durchschnittlich um drei Prozent verringert, im Vergleich zu der Kontrollgruppe. Die Leistung der Nieren ließ um zwei Prozent nach. Beim Herz lag die Pumpkraft ein bis zwei Prozent drunter. Der Wert des kardialen Troponins [ein Proteinkomplex, der bei einer Schädigung aus den Muskelzellen des Herzens freigesetzt wird] war um 14 Prozent erhöht. Außerdem wurden bei den Betroffenen zwei bis drei Mal häufiger Hinweise auf Thrombosen in den Beinvenen festgestellt.
Gehirn nicht betroffen
Eine erfreuliche Erkenntnis hat die Studie auch gebracht: Die Gehirne der Untersuchten wiesen keine Auffälligkeiten auf. Die Studienteilnehmer:innen berichteten auch nicht über eine beeinträchtigte Lebensqualität.
Studie ernst nehmen
Virologin Jana Schröder vom Mathias-Spital in Rheine sagt, dass die Ergebnisse der Studie sehr ernst zu nehmen sind. Für sie ist weiterhin klar, dass es nicht ohne mehrfache Corona-Impfungen geht. Nur so lässt sich das Risiko möglichst klein halten.

