Ordnung "made by Corona"

Corona hat bei Vielen zum Groß-Reinemachen geführt - andere denken noch darüber nach. Was zu beachten ist, gibt es hier.

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Home Office, Kurzarbeit, manchmal leider auch keine Arbeit mehr. Durch Corona haben viele Menschen auch in der RADIO RST-Region seit Wochen mehr Zeit als vorher und wenn nur die Fahrt zur Arbeit und zurück wegfällt. Mittlerweile haben Viele ihre Kleiderschränke, Keller und Dachböden ausgemistet oder den Garten durchgestylt. „Völlig normal,“ sagt Denise Colquhoun aus Nottuln. Sie ist als „Fräulein Ordnung“ in allen Medien unterwegs und kennt das, wenn Leute Zeit haben, ihr Leben aufzuräumen.

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Ein gutes Vierteljahr schon hört man immer wieder, dass Jemand die gewonnene Zeit durch Corona nutzt, um bei sich aufzuräumen. Wenn wir schon weniger unter Leute kommen, dann wenigstens zuhause alles schön machen. „Klare Verhältnisse sorgen generell für ein gutes Gefühl und umso mehr noch in dieser besonderen Zeit, sagt Denise Colquhoun.

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Wer jetzt noch damit anfängt, hat bessere Karten, weil es nicht mehr so Viele gleichzeitig sind. Das heißt: Kleider-Container und Müll-Annahme-Stellen sind eher schon wieder im Normalzustand. Und dann gibt es einfache Regeln zum Aufräumen. Wer sich daran hält, kommt auch gut klar, sagt Denise Colquhoun.

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Als Corona richtig losging, haben Viele Klopapier und Nudeln gehamstert – Andere haben damit angefangen, bei sich zuhause aufzuräumen. Auch jetzt, bei gelockerten Auflagen, scheint das Thema Ausmisten noch ansteckend zu sein. Kleider-Container sind auch nicht mehr rappelvoll und die Müll-Annahmestellen nicht mehr so überlaufen. Falls doch noch: Beim Aufräumen geht es auch nicht nur ums Wegwerfen, sagt Denise Colquhoun, denn nicht jedes Teil ist was für die Tonne oder den Container.

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Und nicht Alles auf einmal anfangen sondern besser Schritt für Schritt. Sonst wird es Vielen schnell zu viel und es bleibt dabei, sagt „Fräulein Ordnung“.

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Schöner Gedanke, oder? Und wenn der Kleidercontainer dann doch voll ist? Je mehr die Corona-Auflagen gelockert werden, umso normaler fühlt sich unser Leben wieder an. Viele haben ja schon fertig ausgemistet. Vor allem im April sind zum Beispiel deutlich mehr Klamotten in den Sammelcontainern gelandet. Das hat sich zwar wieder annähernd normalisiert, sagt Marcel Schlüter von den Maltesern Emsdetten – trotzdem: so wie immer ist es noch nicht und die jährliche Straßensammlung ist Corona-bedingt ja auch ausgefallen. Darum: Erstmal besser noch keine Kleiderspenden zum Container.

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Jetzt, wo die Corona-Auflagen nach und nach gelockert werden, zeigt sich nochmal, was sich durch sie alles verändert hat. Viele haben während der Kontaktsperre zuhause Schränke, Dachböden und Keller ausgemistet. Die Malteser hatten vor allem im April viel zu tun.

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Es normalisiert sich – nur ganz vorbei ist es nicht. Vor allem hat sich nicht Jeder An die Regeln gehalten. Die Malteser stellen ihre Container auf, um damit Gutes zu tun. Bis zu 85% der Kleiderspenden gehen für kleines Geld in den Second Hand-Markt in Polen und der Ukraine. Bis zu 15% werden zu Dämmstoffen recycled. Beim Ausmisten waren dann aber 5 bis 7% Müll drin, manchmal sogar Bauschutt, sagt Marcel Schlüter. Oder Hausrat…

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Darum der Hinweis der Malteser an Alle, die noch Klamotten rumliegen haben: Nichts ist so dringend, dass es nicht durch einiges Liegenlassen noch dringender würde...

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