
Omikron auf dem Vormarsch
Die Uniklinik Münster rät zu Kontaktbeschränkungen für schulpflichtige Kinder. Die Virologin Linda Brunotte geht davon aus, dass erst Mitte/Ende Januar klar ist, wie stark die neue Omikron-Variante des Corona-Virus sich ausgebreitet hat.
Veröffentlicht: Donnerstag, 30.12.2021 12:01
Die derzeitige Entspannung in der Bevölkerung sei ein gefährlicher Trugschluss, weil über die Feiertage weniger getestet und weitergemeldet worden sei. Jetzt bräuchten vor allem die Kleinsten Schutz und auch in der Altersgruppe ab fünf Jahren seien viele Kinder noch nicht geimpft.
Brunotte: Durchseuchung keine gute Idee
Eine Durchseuchung, wie manche Wissenschaftler:innen sie fordern, hält Brunotte für riskant. Auch bei leichten Verläufen bestehe immer noch die Gefahr von Long Covid, also Langzeitfolgen der Erkrankung und es würden mehr Menschen sterben.
Pandemie noch längst nicht vorbei
Brunotte denkt, dass Corona uns auch nächstes Jahr noch lange beschäftigt. Im Sommer sei wieder mit niedrigeren Inzidenzen zu rechnen. Was danach kommt, sei nicht abzusehen und hänge auch davon ab, ob weitere Virus-Varianten auftreten. Solange es keine globale Pandemie-Strategie gibt, würden Mutationen aus Ländern kommen, die keinen unbegrenzten Zugang zu Impfstoffen haben. Wenn die reichen Länder immer nur an sich denken, gebe es auch langfristig keinen Weg aus der Pandemie.