
Hohes Ziel
Komplett Klimaneutral - in weniger als 30 Jahren. Das ist ein ehrgeiziges Ziel, das sich das Landeskabinett gestern (09.03.2021) mit dem neuen Entwurf des Klimaschutzsgesetzes vorgenommen hat. Bis 2050 plant NRW, eine ausgeglichene CO2-Bilanz vorzulegen. Laut NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart geht es hier unter anderem um Förderung alternativer Energiequellen wie Windkraft und Photovoltaik - hier sei NRW, so Pinkwart, im bundesweiten Vergleich ohnehin schon weit vorne. Auch ein Online-Grünflächenkataster, bei dem jeder die Möglichkeit hat, nachzuschauen, welche Hausdächer sich zur Begrünung eignen, ist geplant.
Sozialverträgliche Umsetzung
Eine Neuerung im künftigen Klimaschutzgesetz ist der Plan, dass diese Ziele sozialverträglich umgesetzt werden. Das bedeutet, dass die Bürger nicht stärker als nötig an den Kosten beteiligt werden. Außerdem ist geplant, dass eine Umweltplattform als Ansprechpartner für Wirtschaft, Mittelstand und Kommunen fungiert - und dass diese in nächster Zeit zur Energieagentur umgebaut wird.
Gemeinsame Umsetzung
Landesumweltministerin Heinen-Esser hat außerdem angekündigt, dass es für dieses ehrgeizige Ziel künftig notwendig ist, dass jedes Ministerium seinen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Denn es sei wichtig, dass das Land Widerstandsfähiger wird, beispielsweise gegen Hitze, Trockenheit und Starkregen. Das seien ambitionierte Ziele für ein Industrieland wie NRW - deshalb tragen auch auf die Städte und Gemeinden mit dem neuen Gesetz mehr Verantwortung - denn schon bei der Planung von Neubauten wäre es beispielsweise nötig, den Klimaschutz zu berücksichtigen.