Anzeige
Close-Up auf jungen Mann, der Bier aus einem Glashumpen trinkt. Am Finger hängt ein Blech-Schlüsselanhänger mit Fußball. Ums Handgelenk trägt er ein Flechtarmband in Deutschlandfarben. Vom Gesicht sind nur Kinnpartie, Mund und Nase zu sehen.
© NGG | Florian Göricke
Gehört für die meisten Fußballfans zusammen: Bier und Ball – erst recht zur WM. Aber auch die, die für frisch gezapftes Bier sorgen, brauchen Fair Play: „In Biergärten, Gaststätten und Restaurants muss es faire Dienstpläne geben. Es darf keine WM-Überstunden bis zum Abwinken geben. Und Gastro-Beschäftigte brauchen dringend ein Lohn-Plus: 6 Prozent mehr im Portemonnaie“, fordert Helge Adolphs von der Gastro-Gewerkschaft NGG Münsterland.
Teilen:

NGG warnt vor WM-Stress

Zur Fußball-WM fordert die NGG im Kreis Steinfurt faire Dienstpläne, mehr Rücksicht auf Beschäftigte und 6 Prozent mehr Lohn in der Gastronomie.

Veröffentlicht: Montag, 08.06.2026 10:38

Anzeige

NGG fordert faire WM-Dienstpläne im Kreis Steinfurt

Anzeige

Zur Fußball-WM fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) faire Dienstpläne für Beschäftigte in der Gastronomie im Kreis Steinfurt. Nach Angaben der Gewerkschaft arbeiten hier fast 7.700 Menschen in Küchen, Restaurants, Gaststätten, Biergärten, an Theken und im Service. Die NGG warnt davor, dass die WM für viele Beschäftigte zur Belastungsprobe wird, wenn Betriebe Schichten kurzfristig planen und zu viele Überstunden verlangen.

Die Gewerkschaft fordert deshalb, Arbeitszeiten rund um die Fußball-WM frühzeitig abzusprechen und auf persönliche Lebenssituationen Rücksicht zu nehmen. Dabei nennt sie ausdrücklich Beschäftigte mit Kindern oder mit Pflegeverantwortung in der Familie. Aus Sicht der NGG darf die Fußball-WM nicht zulasten der Menschen gehen, die in der Gastronomie arbeiten.

Anzeige

NGG verlangt mehr Personal und 6 Prozent mehr Lohn

Anzeige

Die NGG Münsterland macht deutlich, dass Betriebe zu Stoßzeiten zusätzliches Personal einplanen sollen. So lasse sich vermeiden, dass Köchinnen, Köche, Servicekräfte und Thekenpersonal während der WM zu viele Überstunden leisten. Die Gewerkschaft betont, dass auch während großer Fußballspiele jede zusätzliche Arbeitsstunde reguläre Arbeitszeit bleibt und entsprechend bezahlt werden muss.

Neben besseren Dienstplänen verlangt die NGG auch ein Lohnplus in der laufenden Tarifrunde für die Gastronomie in Nordrhein-Westfalen. Zum Auftakt der Tarifverhandlungen am 17. Juni 2026 fordert sie 6 Prozent mehr Lohn. Die Gewerkschaft argumentiert, dass die Branche seit Januar 2026 durch die gesenkte Mehrwertsteuer schon finanziell entlastet wurde. Davon müssten nun auch die Beschäftigten profitieren.

Nach Einschätzung der NGG wäre eine Lohnerhöhung von 6 Prozent für gelernte Köchinnen, Köche, Kellnerinnen oder Kellner in Vollzeit ein spürbares Plus auf dem Monatseinkommen. Mit Blick auf die anstehenden Verhandlungen mit dem Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA appelliert die Gewerkschaft an die Arbeitgeber, auf Fairness zu setzen. Gerade während der Fußball-WM komme es darauf an, gute Stimmung nicht durch schlechte Arbeitsbedingungen in der Gastronomie zu gefährden.

Anzeige
Anzeige
Anzeige