
Das neue Grundstück an der Telgter Straße ist vier Mal so groß, wie das Gelände in der Stadt. Was aus dem über 170 Jahre alten Bau dort wird, ist noch unklar. Deutschlands zweitältestes Gefängnis steht unter Denkmalschutz und ist teilweise einsturzgefährdet. Es gilt als historisch wertvoll, weil die Anlage seit der Eröffnung 1853 kaum verändert wurde.
Feierliche Grundsteinlegung für ein Großprojekt
Heute legte NRW-Justizminister Benjamin Limbach gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW, der JVA und der Stadt Münster den Grundstein für das Großprojekt. Nach umfassenden Vorarbeiten laufen seit Jahresbeginn die Arbeiten für die Rohbauten. Sieben Baukräne drehen sich über dem 100.000 Quadratmeter großen Baufeld. Etwa 120 Handwerkerinnen und Handwerker arbeiten an mehreren Rohbauten gleichzeitig.
Wie ein eigener kleiner Stadteil
Insgesamt 14 Gebäude bekommt die neue Haftanstalt. Dazu gehören fünf Hafthäuser mit 640 Haftplätzen, zwei Werkstattgebäude, ein pädagogisches Zentrum, ein Besuchs- und ein Begegnungszentrum, eine Sporthalle, eine Kfz-Halle und eine Außenpforte mit Räumen für die Gefängnisverwaltung. In der Hochphase des Bauprojektes werden bis zu 500 Handwerkerinnen und Handwerker an allen 14 Gebäuden gleichzeitig tätig sein.