
Ab 2027 startet in Deutschland eine neue staatlich geförderte Altersvorsorge. Der Bundestag hat die Reform am 27.03.2026 beschlossen und ersetzt damit die Riester-Rente durch neue, flexiblere Spar-Modelle.
Wie sorgen wir für das Alter vor? Das fragen sich viele Menschen im Kreis Steinfurt. Die Antwort soll ab 2027 einfacher werden: Statt der Riester-Rente kommt ein neues Altersvorsorgedepot. Dort können Sparer Geld für das Alter anlegen, zum Beispiel in Fonds oder ETFs. Der Staat unterstützt das mit Zuschüssen und Vorteilen.
Die bisherige Riester-Rente galt als kompliziert und oft teuer. Hohe Kosten haben die Rendite gedrückt. Die neue staatlich geförderte Altersvorsorge soll einfacher, transparenter und günstiger werden. Sie setzt stärker auf den Kapitalmarkt. Dadurch sind mehr Schwankungen möglich, aber langfristig steigen die Chancen auf mehr Vermögensaufbau.
Das sagt der Experte
Der unabhängige Honorar-Berater Mathias Paulinyi aus Osnabrück nennt die Reform einen Schritt in die richtige Richtung. Er erwartet bessere Renditechancen für Sparer. Wichtig bleiben für ihn niedrige Kosten und eine einfache Umsetzung. Neben privaten Anbietern soll es auch ein öffentlich organisiertes Standard-Depot geben. Das könnte besonders günstig sein.
Alte Riester-Verträge laufen weiter. Trotzdem lohnt sich jetzt ein genauer Blick auf Kosten, Förderung und bisherige Entwicklung. Danach lässt sich entscheiden: weiter besparen, beitragsfrei stellen oder kündigen. Unabhängige Beratung gibt es zum Beispiel bei der Verbraucherzentrale in Rheine.