
Neue Maskenpflicht zum Schutz vor Corona
Ab heute (25.01.2021) ist es in NRW Pflicht OP-Masken, FFP2-Masken oder KN95-Masken in Bussen und Bahnen, Supermärkten, Arztpraxen oder Gottesdiensten zu tragen. Wir haben gecheckt, welche Unterschiede es gibt und was bei den Masken zu beachten ist.
Veröffentlicht: Freitag, 22.01.2021 12:54
Ein Halstuch über Mund und Nase ziehen, geht ab Montag nicht mehr im Supermarkt oder Bus. Erlaubt sind OP-Maksen, die schon jetzt die meisten Menschen tragen. Das sind dünne Vlies-Masken, überwiegend in den Farben blau, grün oder auch weiß. Bei denen steht die Norm EN 14683 auf der Verpackung. Krankenhaushygieniker sagen, dass die eine ausreichende Schutzwirkung haben und eine gute Alternative zu den teureren FFP2-Masken sind. Das hätten auch die Fallzahlen beim medizinischen Personal gezeigt.
Maskentypen
Einen besseren Schutz vor Viren, als die OP-Masken, bieten die FFP-Masken. Die sind dicker und schließen im Gesicht besser ab. FFP steht für „Filtering Face Piece“. Es gibt verschiedene Ausführungen und Filterklassen, die unterschiedlich große Partikel abhalten. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt zum Schutz vor Corona-Viren mindestens Masken der Filterklasse 2. Die Klassifizierungen der FFP-Masken:
- FFP1: Ungiftige Stäube, Rauchpartikel
- FFP2: Ungiftige Stäube, Rauchpartikel, krebserregende Stoffe
- FFP3: Ungiftige Stäube, Rauchpartikel, krebserregende Stoffe, Viren, Bakterien, Pilzsporen, radioaktive Stoffe
Viele Masken kommen aus China. Die werden dort in vier Maskentypen eingeteilt: KN95, KN100, KP95 und KP100. Meistens werden in Deutschland die Masken vom Typ KN95 gekauft. Sie entsprechen unseren FFP2- oder den amerikanischen N95-Masken.
Richtige Anwendung
Die Masken schützen andere und einen selbst nur, wenn sie richtig getragen werden. Das sind die wichtigsten Punkte im Umgang mit Masken:
- Hände waschen vor dem Anlegen, die Innenseite der Maske nicht berühren
- Maske hat an den Rändern eng anzuliegen und Mund und Nase zu bedecken
- Feuchte Masken sofort wechseln
- Beim Abnehmen nur die Gummibänder berühren
- Masken in Gefrierbeutel mit Zipp-Verschluss transportieren
Masken und Kinder
Kindern unter 14 Jahren, denen medizinische Masken zu groß sind, ist es erlaubt Alltagsmasken zu tragen. Das sind einfache Stoffmasken, die wir auch unter den Namen Community-, DIY- oder Behelfs-Masken kennen. Kinder bis zum Grundschulalter sind von der Maskenpflicht befreit.
Lebensdauer und Reinigung
Die OP-Masken sind Einwegprodukte. Sie sind im Alltag mehrmals kurz tragbar, werden jedoch regelmäßig gewechselt und dann entsorgt. FFP2-Masken mit dem zusätzlichen Aufdruck "R" sind wiederverwendbar. Sie lassen sich für kurze Zeit mehrere Tage lang tragen. Bis zu fünfmal sind die FFP2-Masken wiederverwendbar, wenn sie nach dem Gebrauch mindestens eine Woche lang an der Luft trocknen. Alternativ legt man sie eine Stunde lang bei 80 Grad in den Backofen.
Kein Virenschutz
In Geschäften, auf Märkten und in Restaurants werden häufig Visiere aus Kunststoff verwendet, die sogenannten Face Shields. Sie sind kein Ersatz für Schutzmasken. Die Visiere halten deutlich weniger Flüssigkeitspartikel zurück als Masken. Die Aerosole, mit denen die Viren verteilt werden, strömen ungehindert an den Rändern der Visiere vorbei.