
Neue Förderung für E-Autos geplant
Der Nachfrage nach Elektroautos steigt und die neue Ampelregierung plant den Absatz weiter anzuschieben. Das Ziel: Bis 2030 insgesamt 15 Millionen vollelektrische Autos auf den deutschen Straßen. Attraktive Förderungen geben dabei den Anschub.
Veröffentlicht: Dienstag, 04.01.2022 13:42
Die neue Ampelregierung aus SPD, Grüne und FDP plant der Förderung von E-Autos bald eine stärkere Klimaschutzausrichtung zu verpassen. Die Verbraucherzentrale fordert dafür gezieltere Kaufanreize. Zum Beispiel einen Gebrauchtwagenmarkt und eine bessere Ladeinfrastruktur. Eine weitere Idee: Nur noch Fahrzeuge mit einem Listenpreis bis zu 40.000 Euro fördern, die nachweislich klimafreundlich sind.
Boom auf E-Autos
Dass die Nachfrage nach E-Autos groß ist, bestätigt Uwe Beckmann, Leiter Einzelhandel im Autohaus Brüggemann in Mesum. "So lang die Förderung auf diesem Level bleibt, wird es weiterhin einen Run auf diese Fahrzeuge geben", sagt er. Wichtig sei, dass die Förderhöhe bestehen bleibe, damit der Anreiz nicht nachlasse.
Habeck kündigt Neuausrichtung an
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat eine Neuausrichtung ab 2023 bereits angekündigt. Gefördert werden sollen künftig nur noch E-Autos, die "nachweislich einen positiven Klimaschutzeffekt" haben, heißt es im Koalitionsvertrag. Festgemacht wird das an der elektrischen Mindestreichweite der Modelle - konkret genannt ist eine größere Distanz von 80 Kilometern. Die jetzigen Zuschüsse wurden kürzlich aber noch einmal bis Ende 2022 verlängert. So gibt es auch im neuen Jahr eine Innovationsprämie von bis zu 9000 Euro für rein elektrische Autos und bis zu 6750 Euro für Plug-In-Hybride.