
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet hat in einem Interview mit der Rheinischen Post kluge Konzepte und langfristige Perspektiven für ein Leben mit der Pandemie im nächsten Jahr gefordert. Und er hat gewarnt:
Noch ein weiteres Jahr wie dieses halten Gesellschaft und Wirtschaft nicht durch.
Es gehe nicht, dass auf Dauer alles geschlossen werde und der Staat Monat für Monat Milliarden-Ausfälle bezahle. Ab Januar sei ein neues Modell nötig, sagt Laschet. Dauerhafte Schließungen und anschließende Ausgleichszahlungen würden den Staat auf Dauer kaputt machen.
Hinzu kommt, dass nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft, die November- und Dezemberhilfen zehn Milliarden Euro höher sind, als notwendig. Vom Teil-Lockdown betroffene Betriebe bekommen so teilweise mehr Geld, als wenn sie geöffnet hätten. Auch Professor Aloys Prinz, Finanzexperte an der Uni Münster, hält die Regelung für fragwürdig.
Wie viel die Hilfen zu hoch sind, ist von Fall zu Fall sehr unterschiedlich. Richtig wäre es, die Hilfen nach der Höhe der Gewinne zu zahlen, sagt Prinz. Und generell stellt sich wieder die Frage, wie lange der Staat noch in der Lage ist, milliardenschwere Corona-Hilfen zu verteilen.
Wem wie viel Geld bei den November- und Dezemberhilfen zusteht und alle weiteren Infos dazu, stehen auf der Website der Bundesregierung.



