
„Seit etwas über drei Jahren lebt unser Mähnenwolf-Zuchtpaar gemeinsam im Südamerikaareal und wir haben schon seit längerem auf Nachwuchs gehofft“, berichtet ein Zoo Sprecher. „Deswegen waren wir auch sehr froh, dass einige Tage nachdem ein Rascheln aus der Wurfbox kam, tatsächlich ein Jungtier auf der Anlage zu sehen war.“ Häufig trägt die 4 Jahre alte Mähnenwolf-Mutter Frieda ihr Junges auf die Anlage oder es unternimmt erste eigene Versuche, die Umgebung zu erkunden. „Der kleine Mähnenwolf liegt auch gerne unter der Wärmelampe und beginnt Gänge in den Boden zu buddeln." Nachdem die junge Mähnenwolf-Familie für die ersten Wochen der Jungenaufzucht von den Zoomitarbeitern in Ruhe gelassen und wurde, untersuchte der Zootierarzt nun das erste Mal und ermittelte das Geschlecht: Es ist ein Weibchen.
Auf der roten Liste der gefährdeten Tiere wird der Mähnenwolf mit noch 17.000 in der Wildbahn lebenden Tieren als „potenziell gefährdet“ eingestuft. Aus diesem Grund sind sie Teil eines von über 200 Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen (EEP), mit denen sich Zoos bemühen, den Erhalt vieler bedrohter Tierarten zu gewährleisten. „Mit etwa einem Jahr wird Luna geschlechtsreif werden. Dann wird der Zeitpunkt kommen, dass sie in einen anderen Zoo umzieht, um ihre eigene Familie zu gründen“, erklärt Klumpe. „Dieser Umzug wird innerhalb des EEPs koordiniert, um auf wissenschaftlicher und soziobiologischer Grundlage einen passenden Partner für sie zu finden.“