
Die Stadt Münster plant, Mähroboter in der Nacht zu verbieten, um Igel und andere nachtaktive Wildtiere zu schützen. Eine Allgemeinverfügung würde den Betrieb von Mährobotern ab einer halben Stunde vor Sonnenuntergang bis eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang vierbieten. Tagsüber bliebe alles beim alten. Der Umweltausschuss entscheidet am 24. Juni über die Regelung.
Nicht nur Igel gefährdet
Mähroboter stellen eine große Gefahr für nachtaktive Tiere dar, insbesondere für Igel. Sie rollen sich bei Gefahr zusammen, statt zu fliehen und werden von den rotierenden Klingen der Geräte oft schwer verletzt oder getötet. Auch andere Tiere wie Kröten, Eidechsen und Spinnen sind betroffen.
Mehr Artenschutz durch naturnahe Gärten
Neben der direkten Gefahr durch Mähroboter führt deren Einsatz oft zu eintönigen Rasenflächen ohne Verstecke oder Nahrung für Wildtiere. Naturnahe Strukturen wie Laubhaufen, Totholz oder verwilderte Flächen sind essenziell für Igel und andere Tiere, um sich zu verstecken, zu ernähren und ihre Jungen aufzuziehen. Die Stadt Münster ruft daher die Münsteranerinnen und Münsteraner dazu auf, ihre Gärten tierfreundlicher zu gestalten.
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