
Rund 400.000 Verbraucher klagen gemeinsam gegen VW. Organisiert haben das der ADAC und die Verbraucherzentrale. Wer sich der Sammelklage anschließt, hat noch bis zum 29. September Zeit, die Klage kostenlos einzureichen. Vor Gericht wird geklärt, ob VW unrechtmäßig gehandelt - und manipulierte Abgassysteme in Autos gebaut hat.
Viele Kläger hoffen auf Schadenersatz. Viele Betroffene reichen individuell eine Klage bei den zuständigen Landgerichten ein, sie hoffen auf eine bessere Chance gegen VW zu "gewinnen". Ein Sprecher des Landgerichts Münster hat uns gesagt, dass seit 2017 etwa 1.500 Klagen gegen VW eingereicht wurden. Noch nie haben so viele Menschen gegen eine Partei geklagt. Etwa 1.000 Klagen wurden schon bearbeitet und sind mit ganz unterschiedlichen Urteilen zu Ende gegangen. Je nach Fall und Richter, oft zugunsten des Klägers. Genaue Zahlen gibt es nicht. Fälle, die nicht geklärt wurden, werden vor dem Oberlandesgericht Hamm verhandelt.
Dieselfahrer, die vom VW-Abgasskandal betroffen sind, haben die Möglichkeit eine Klage einzureichen. Bis Sonntag noch in einer Sammelklage - kostenlos über das Bundesamt für Justiz - oder jederzeit über das zuständige Landgericht. Am besten schnell, hat uns der Sprecher gesagt, denn oft verjähren die Fälle.