
Münsterland: Wälder werden für Klimaschutz neu vermessen
In Nordrhein-Westfalen hat die neue Kohlenstoffinventur im Wald begonnen. Bis zum 31.10.2027 erfassen spezialisierte Teams auf rund 9.500 Stichprobenflächen Bäume und Totholz. Auch im Münsterland sammeln Fachleute dabei wichtige Daten, um zu zeigen, wie viel Kohlenstoff die Wälder speichern und wie sich dieser Wert verändert.
So wird der Kohlenstoff im Wald erfasst
Die Teams untersuchen die Flächen nach festen wissenschaftlichen Standards. Sie messen unter anderem Baumarten, Durchmesser, Höhen, Totholz und Geländedaten. Grundlage dafür ist ein digitales Raster über Nordrhein-Westfalen. An festgelegten Punkten im Wald erfassen die Fachleute rund 150 Merkmale. Aus diesen Daten berechnen Expertinnen und Experten später, wie viel Kohlenstoff in der oberirdischen Biomasse und im Totholz gespeichert ist. Die Kohlenstoffinventur liefert damit eine wichtige Grundlage für das Treibhausgas-Monitoring und für die Frage, welchen Beitrag die Wälder zum Klimaschutz leisten.
Ergebnisse sollen 2029 vorliegen
Die Kohlenstoffinventur läuft bundesweit und nach 2008 und 2017 jetzt zum dritten Mal. In NRW koordiniert das Zentrum für Wald und Holzwirtschaft von Wald und Holz NRW die Arbeiten. Die Ergebnisse der aktuellen Erhebung sollen im Jahr 2029 veröffentlicht werden.
Für die Auswertung spielt auch die Baumart eine wichtige Rolle: Ein Kubikmeter Fichtenholz bindet rund 210 Kilogramm Kohlenstoff, ein Kubikmeter Eichenholz etwa 330 Kilogramm. Langfristig einheitlich erhobene Daten helfen Fachleuten dabei, die Entwicklung der Wälder und ihre Klimaschutzleistung verlässlich zu bewerten.
