
Die Stadt Münster stoppt ihre Modellprojekte für mehr Normalität in der Corona-Pandemie fürs Erste. Es sei davon auszugehen, dass auch in Münster bald die 100er-Inzidenz überschritten ist, heißt es zur Begründung – und dabei werde es nicht bleiben. Angesichts der sich zuspitzenden Lage hätten Normalisierungsprojekte keinen Sinn.
Modellkommune war als Lieferant für Öffnungsstrategie gedacht
Ursprünglich hatte Münster als Modellkommune eine schrittweise Öffnung gesellschaftlicher Bereiche bei gleichzeitigem Testen und unter wissenschaftlicher Beobachtung angestrebt. Dabei geht es darum, auch während des bundesweiten Lockdowns den Zugang zu Geschäften, Kultureinrichtungen, Zoo und gegebenenfalls weiteren Bereichen zu ermöglichen.
Hauptargument war niedriger Inzidenzwert
Das bringe Erfahrungen für eine landesweite verantwortungsvolle Öffnungsstrategie, hieß es damals aus Münster. Münsters Hauptargument war der vergleichsweise niedrige Inzidenzwert. Nach dem Jahreswechsel lag er acht Wochen unter 50. Heute liegt er bei 91.