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Ein Angelboot aus Stahl mit Außenborder auf dem See. Darauf drei Fischer, zwei jünger, einer davon mit Zopf, einer älter mit Strohhut. Sie setzen Fischreusen ein.
© Stadt Münster
Seit Beginn des Fischmanagements wurden rund 14,6 Tonnen Friedfische aus dem Aasee entnommen.
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Aasee: Fischbestand im Fokus

Vom 07.04. bis zum 20.04. entnimmt die Stadt Münster Friedfische aus dem Aasee, um den Raubfischanteil zu erhöhen und das Ökosystem zu stabilisieren.

Veröffentlicht: Mittwoch, 01.04.2026 10:39

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Münster: Stadt greift in Fischbestand im Aasee ein

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Die Stadt Münster lässt vom 07.04.bis zum 20.04. gezielt Friedfische aus dem Aasee entnehmen. Mit dieser Maßnahme will die Stadt den Anteil der Raubfische erhöhen und das ökologische Gleichgewicht im See langfristig stabilisieren. Eine Untersuchung des Fischbestands im Oktober hat ergeben, dass der Anteil der Friedfische weiter zu hoch ist.

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Warum die Stadt in den Fischbestand eingreift

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Fachleute fischen Friedfische wie Brassen, Güster und Rotaugen aus dem Aasee, um das Verhältnis von Raub- und Friedfischen zu verbessern. Zwar nimmt die Zahl der Raubfische zu, ihr Anteil liegt mit rund zwölf Prozent der Gesamtbiomasse jedoch noch deutlich unter dem angestrebten Wert von 30 Prozent. Friedfische ernähren sich unter anderem von Insektenlarven, Schnecken und Würmern. Ein zu hoher Bestand kann das ökologische Gleichgewicht im See stören. Besonders wichtig ist dabei das Zooplankton: Es frisst Algen und trägt dazu bei, dass das Wasser im Aasee klar bleibt. Zu viele Friedfische schwächen dieses natürliche Gleichgewicht. Die Berufsfischer setzen die entnommenen Fische gemeinsam mit dem Verein für Fischerei und Gewässerschutz „Frühauf“ Münster schonend in andere Gewässer um.

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Fischmanagement im Aasee seit 2021

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Die Stadt Münster steuert den Fischbestand im Aasee schon seit 2021 gezielt durch Biomanipulation. Dabei werden Friedfische entnommen und Raubfische eingesetzt, um das Nahrungsnetz im See zu stabilisieren. Zusätzlich verbessert die Stadt Rückzugs- und Laichorte für Raubfische. Das Ziel ist ein stabiler Fischbestand von etwa zehn Tonnen, davon rund drei Tonnen Raubfische. Seit Beginn der Maßnahmen wurden schon rund 14,6 Tonnen Friedfische aus dem Aasee entnommen. Gleichzeitig setzte die Stadt gemeinsam mit Partnern etwa 600.000 Hechtbrütlinge und mehr als 40.000 junge Zander ein. Für April und Mai ist vorgesehen, weitere Raubfische einzusetzen. Hintergrund der Maßnahmen ist das massenhaften Fischsterben im Aasee im Sommer 2018: Damals trieben tonnenweise tote Fische im Aasee. Seitdem wird der See fachlich überwacht. Zusätzlich setzt die Stadt auf Lüfter, die bei Bedarf für mehr Sauerstoff im Wasser sorgen. Die Intensivbefischung ist Teil der Resilienzstrategie und des Handlungskonzepts der Stadt Münster. Für Besucherinnen und Besucher wichtig: Freizeitaktivitäten auf dem Aasee, etwa Bootsverkehr oder Regatten, werden durch die Maßnahme nicht beeinträchtigt.

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