
25-jähriger verstirbt nach Faustschlag in Diskothek
Nach einem Schlag gegen den Kopf verstirbt ein 25-jähriger Mann in Rheine. Am frühen Sonntagmorgen (14.7., 4:05 Uhr) kam es in der Diskothek "Köpi" an der Kolpingstraße in Rheine zu einer Auseinandersetzung.
Die Mordkommision ist im Einsatz: "Nach derzeitigen Ermittlungen hat ein 26-jähriger in einem anderen Bereich der Diskothek auf den Kontrahenten gewartet und soll ihn beim Betreten des Raums mit der Faust gegen den Kopf geschlagen haben", erläuterte Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape heute (14.7.) in Münster das Geschehen. "In Folge des Schlages verlor das 25-jährige Opfer, ebenfalls aus Rheine stammend das Bewusstsein. Trotz sofortiger Reanimation verstarb der Mann kurz später im Krankenhaus. Der 26-jährige Tatverdächtige konnte noch vor Ort vorläufig festgenommen werden.
Zur Klärung der genauen Todesursache ordnete die Staatsanwaltschaft Münster die Obduktion des Verstorbenen an. Die Untersuchung im Institut für Rechtsmedizin der Universität Münster hat als Todesursache eine Gehirnblutung in Folge der Gewalteinwirkung auf den Kopf ergeben, erklärte der Oberstaatsanwalt. Der Beschuldigte hat in seiner Vernehmung den Schlag eingeräumt. Die Staatsanwaltschaft Münster wird daher beim Amtsgericht Münster einen Haftbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge beantragen.
Stiche, Tritte und Schläge auf der Kolpingstraße
Am frühen Samsatagmorgen (13.7., 05:55 Uhr) wurde ein 27-jähriger in Rheine durch Stiche schwer verletzt. Auch hier ist die Mordkommission im Einsatz. Am frühen Samstagmorgen stürmte eine Gruppe von mehreren Personen auf der Kolpingstraße in Rheine auf einen jungen Mann zu. "Nach bisherigen Ermittlungen sollen die Angreifer den 27-jähriger in Rheine lebenden Marokkaner unvermittelt und wortlos geschlagen und getreten haben," erläuterte Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape heute (14.7.) in Münster.
Der Geschädigte erhielt bei diesem Angriff zudem noch zwei Stichverletzung im Bereich des Rückens. Diese Stichwunden mussten notärztlich versorgt werden. Nach der erfolgten Notoperation in der Universitätsklinik Münster besteht keine akute Lebensgefahr mehr. Zur Klärung des Tathergangs und den Hintergründen der Tat ist eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Münster im Einsatz.
Unmittelbar nach der Tat flüchtete die Gruppe der aus Afghanistan stammenden Angreifer. Vier Beschuldigte konnten jedoch aufgrund einer guten Personenbeschreibung unmittelbar nach der Tat noch in der Innenstadt festgenommen werden. Die Staatsanwaltschaft Münster hat für alle vier Männer im Alter von 19 und 20 Jahren einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung beim Amtsgericht Rheine beantragt.