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Mord in Norwegen
Die Polizei konnte in NRW 53,3 Prozent aller Straftaten aufklären. Die Zahl bewegt sich auf stabilem Niveau im Vergleich zu den Vorjahren.
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Mord in Norwegen

Rund ein Jahr nach der Ermordung einer 24-Jährigen aus dem Kreis Steinfurt in Norwegen steht fest: Die Tatwaffe stammt von einem Waffenhändler im westlichen Münsterland.

Veröffentlicht: Montag, 23.09.2024 12:09

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Der Waffenhändler ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Er hatte die Waffe dem Freund der Frau verkauft und zum Schießen auf seiner Schießbahn überlassen, obwohl der Ahauser keinen Waffenschein hatte. Die Waffe war bis zuletzt auf ihn registriert und vermutlich auch bei ihm untergebracht. Wie der 29-jährige Freund der Getöteten sich die Waffe verschafft hat, dürfte ungeklärt bleiben. Er war wegen Mordes angeklagt und hat sich im März in der Untersuchungshaft umgebracht.

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Unerwartetes Nachspiel

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Mit der Anklage gegen den Waffenhändler bekommt der Mord ein unerwartetes Nachspiel. Nach dem Selbstmord des 29-jährigen Ahausers hatte es keinen Prozess mehr gegeben. Er war aus einem Skandinavien-Urlaub mit der 24-Jährigen allein zurückgekehrt. Ihre Eltern meldeten sie als vermisst, er verstrickte sich in Widersprüchen. Die 24-Jährige wurde tot an einem See in Norwegen gefunden.

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Vermutlich gegen Aufbewahrungspflichten verstoßen

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Die Mordkommission geht davon aus, dass der Händler gegen Aufbewahrungspflichten verstoßen hat. Er habe bis zu einer Prüfung der Behörden im Oktober letzten Jahres nicht gemerkt, dass die Waffe verschwunden war. Der Anklage nach ist ihm deshalb der Tod der 24-Jährigen wegen Fahrlässigkeit zuzurechnen. Zu dem Vorwurf hat er sich bislang nicht geäußert.

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