
Im Missbrauchskomplex von Münster hat die Staatsanwaltschaft einen weiteren Mann angeklagt. Der 34-Jährige aus dem Kreis Warendorf habe mehrmals Kinder sexuell missbraucht, auch den heute elfjährigen Stiefsohn des Hauptangeklagten. Der 34-Jährige sitzt seit November in Untersuchungshaft und bestreitet die Vorwürfe. Er gibt zu, den Hauptangeklagten getroffen zu haben.
Hauptangeklagter 27-Jähriger aus Münster immer wieder im Fokus
Der Anklage nach hat der 27-jährige Hauptangeklagte den Sohn seiner Lebensgefährtin wiederholt selbst missbraucht und anderen Männern angeboten. Das Urteil im Hauptprozess dürfte im Frühjahr fallen. Münster ist neben Lügde und Bergisch Gladbach einer von drei großen Tatkomplexen in Nordrhein-Westfalen, die seit dem Jahr 2019 aufgedeckt wurden.
Ermittler decken pädophile Netzwerke Stück für Stück auf
Einer der Tatorte war eine Gartenlaube in Münster, die inzwischen abgerissen ist. Es geht um sexuelle Gewalt an einer Vielzahl von Kindern und um große Netzwerke mit zahlreichen Beteiligten und Opfern. Es gibt mehr als 40 Tatverdächtige, von denen etwa 30 in Untersuchungshaft sitzen. Die Ermittler gehen davon aus, dass etwa 30 Kinder missbraucht worden sind.