Seit dem Frühjahr 2025 gibt es in Mettingen an beiden Grundschulen eine Einbahnstraße. Damit geht die Gemeinde gegen Elterntaxis vor. Zu Stoßzeiten war es teilweise zu gefährlichen Situationen gekommen - vor allem für Kinder, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind. An der Paul-Gehardt-Schule war die Einbahnstraße auf dem Westeresch besonders umstritten. Anwohner hatten sich über längere Umwege beklagt und eine Petition gestartet.
Bürgermeisterin: "Verkehr vor Schule reduziert"
Mit der neuen Verkehrsregelung hat die Gemeinde "Kiss-and-Go-Parkplätze" ausgewiesen, unter anderem auf dem Parkplatz eines nahegelegenen Discounters. Dort können Eltern halten. Die Schüler laufen dann die letzten Meter zur Schule. Bürgermeisterin Christina Rählmann sagte im RAIO RST-Interview, dass das viele Eltern nutzen.
Anwohner gegen Einbahnstraße in Mettingen
Vor dem Sommerferien 2026 hat der Mettinger Rat entschieden, dass die Einbahnstraße dauerhaft bleibt. Auch wenn einige Anwohner immer noch dagegen sind.
Kinder steigen um die Ecke aus
Wir haben uns die Situation an einem Morgen im September angesehen. Tatsächlich hielten viele Eltern auf dem Discounter-Parkplatz, um ihre Kinder rauszulassen. Auch die "Kiss-and-Go-Parkplätze" vor der Schule wurden genutzt. Einige Politiker im Mettinger Rat sahen die Parkplätze vor der Schule als Anreiz für Eltern, weiter direkt bis vor das Gebäude zu fahren. Bürgermeisterin Rählmann meint, dass der Verkehr vor der Schule nie ganz zu verhindern sei. Da sei es mit den "Kiss-and-Go-Parkplätzen" sicherer. Die Polizei und das Ordnungsamt würden den Verkehr an der Schule weiter kontrollieren.
Mettinger Eltern sehen Einbahnstraße positiv
RADIO RST-Reporterin Anna-Lotta Liss hat morgens an der Schule Mütter und Väter gefragt, wie sie die Einbahnstraße sehen. Die Befragten sagen, dass sich die Situation dadurch verbessert habe.