
Nach Massenschlägereien und heftigen Streits zwischen Gästen und Bäderpersonal in einigen Freibädern in Berlin fordern Politiker jetzt eine Schwimmbadpolizei, die durchgreift. Auch in der RADIO RST-Region gibt es immer mehr Vorfälle mit aggressiven Gästen in den Freibädern.
Was das Personal vom Emsdettener Waldfreibad erlebt
In Emsdetten beobachtet das ganze Personal vom Waldfreibad, dass die Stimmung an heißen Tagen angespannter ist. Gerade bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen kommt es immer wieder zu Pöbeleien und Stress. Auch der Respekt gegenüber den Schwimmmeistern sei deutlich zurückgegangen, berichtet Christian Feld vom Freibadteam in Emsdetten. Die Aufsicht im Freibad ist für das Personal inzwischen extrem anstrengend geworden. Schon längst gehe es nicht mehr um die reine Badeaufsicht, auch auf der Liegewiese seien mehr Kontrollen nötig. Deshalb bestellt das Waldfreibad in der Hochsaison manchmal einen zusätzlichen Securitydienst, der aufpasst, dass sich alle Gäste ordentlich benehmen. So etwas sei vor 10-15 Jahren undenkbar und nicht nötig gewesen. Auch junge Eltern würden sich manchmal schlecht benehmen, vor allem, wenn sie daran erinnert werden, dass sie ihre kleinen Kinder beaufsichtigen müssen. Christian Feld hat schon oft Mütter angesprochen, die ihre Kleinkinder nur mit Pampers und ohne Schwimmflügel am Beckenrand laufen lassen und dann nur mit ihrem Smartphone beschäftigt sind. Einmal schimpfte eine Mutter, man würde ihr den ganzen Tag versauen, wenn sie im Freibad selbst auf ihr Kind aufpassen solle. Feld findet diese Entwicklung traurig und ärgert sich sehr über solche Sprüche.
Die Lage in Rheine und Greven
Auch in Rheine und Greven erlebt das Freibadpersonal, dass es mehr Stress mit Badegästen gibt als früher. Der Respekt bei Ansagen vom Personal sei nicht mehr sehr groß. In Rheine gibt es vor allem Pöbeleien und Rangeleien unter den Gästen. Greven ist froh, dass es hier noch lange nicht so schlimm ist, wie in Berlin und zum Glück gab es in Greven auch noch keine sexuellen Belästigungen, sagte uns Bäderchef Schröder.
